Fußballprofis aus Magdeburg: Von Schmelzer bis Seguin

Nein, wir wollen den Engländern nicht die Show stehlen. Der Fußball wurde natürlich nicht in Magdeburg, sondern auf der Insel erfunden. Würde man jedoch durch die Babystationen in den Magdeburger Kliniken marschieren, so könnte man sich sicher sein, dort unter den Neugeborenen einen zukünftigen Fußballstar zu sehen. Zahlreiche Fußballer sind in Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts geboren. Wir geben einen kleinen, aber nicht vollständigen Überblick.

Die aktuellen „Magdeburger“ Profis

Wer die Kader der höchsten drei Spielklassen in Deutschland betrachtet, wird dort vier Profis finden, deren Wiege in Magdeburg liegt, konkret:

  • Benjamin Girth: Der Angreifer wurde 1992 in der Elbestadt geboren. Seine fußballerische Jugend hat er beim 1. FCM verbracht. 2013 verließ er seinen Heimatclub, um fußballerisch neue Sphären kennenzulernen. Seither hat Benjamin Girth bei sieben Vereinen gespielt. In Meppen und in Osnabrück ist der Stürmer jeweils Regionalliga-Torschützenkönig geworden. Aktuell kickt Girth in der 3. Liga beim MSV Duisburg.
  • Lucas Halangk: Der 20jährige gebürtige Magdeburger ist ebenfalls in der 3. Liga am Ball, ausgerechnet beim Erzfeind in Halle. Halangk hat seine ersten Fußballjahre beim 1. FCM verbracht, hat sich dann aber schon frühzeitig in der Jugend für einen Wechsel zum HFC entschieden.
  • Paul Seguin: Eine Klasse höher in der 2. Bundesliga kickt Paul Seguin (Jahrgang 1995). Der Mittelspieler ist für den FC Schalke 04 aktiv, nachdem er zuvor in Wolfsburg am Ball war. Paul ist der Sohn vom FCM-Idol Wolfgang Seguin.
  • Tim Siersleben: Der Verteidiger vom 1. FC Heidenheim ist ebenfalls ein Sprössling eines berühmten FCM-Spielers. Tim (Jahrgang 2000) ist in die Defensiv-Fußstapfen seines Vaters Frank Siersleben getreten. Er ist aktuell der einzige „Magdeburger Junge“ der in der 1. Bundesliga spielt.

Schmelzer und Heyne die bekanntesten gebürtigen Magdeburger

Blickt an die Fußball-Vergangenheit so stechen zwei Namen der gebürtigen Magdeburger besonders heraus. Dirk Heyne und Marcel Schmelzer. Heyne war in der DDR über viele Jahre die unangefochtene Nummer 1 im Kasten vom 1. FC Magdeburg. Nach einer aktiven Karriere stand der ehemalige Schlussmann noch als Trainer an der Seitenlinie der Blauen.

Marcel Schmelzer hat die Fußballschule des 1. FC Magdeburg durchlaufen und hat später seine Erfolge bei Borussia Dortmund gefeiert. Mit zwei Meisterschaften und drei DFB-Pokalsiegen ist Marcel Schmelzer der erfolgreichste gebürtige Magdeburger aller Zeiten.

Weitere erfolgreiche Magdeburger Buben sind unter anderem:

  • Stefan Minkwitz: Der offensive Mittelfeldspieler aus der FCM-Schule stand über 200 Mal in der Bundesliga auf dem Rasen, für dem MSV Duisburg, die Stuttgarter Kickers und Fortuna Düsseldorf.
  • Marcel Maltritz: Innenverteidiger Marcel Maltritz bringt es sogar auf über 400 Einsätze im deutschen Oberhaus. Maltritz verließ seinen Jugendclub 1999 gen Wolfsburg. Seinen echten Durchbruch schaffte der Verteidiger dann beim Hamburger SV und beim VfL Wolfsburg.
  • Heiko Laessig: Der Angreifer war einer der erfolgreichsten Stürmer in den letzten Jahren der DDR-Oberliga. Nach der Wende zog Laessig zu Bayer 04 Uerdingen, ehe nach Österreich zum RB Salzburg wechselte. Beim heutigen österreichischen Serienmeister wurde Laessig zu Legende und arbeitet noch heute dort in der Scouting-Abteilung.
  • Axel Tyll: Apropos Legende. Axel Tyll ist ebenfalls in Magdeburg geboren. Er hat sein fußballerischen Leben in seiner Geburtsstadt verbracht. Tyll war beispielsweise beim Europacup-Sieg 1974 im Team.

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