Zingerle leidet mit Stürmern mit

Leopold Zingerle, Torwart vom 1. FC Magdeburg, hakt das 1:1 in Kiel mit Start der Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Erfurt ab.

Von

Magdeburg l Nach dem freien Montag beginnt Trainer Jens Härtel am Dienstag mit der Kraft-Einheit im Nemo mit der Vorbereitung auf das Spiel am Sonnabend gegen den FC Rot-Weiß Erfurt. Auch beim Auslaufen am Sonntag war der Ärger über den späten 1:1-Ausgleich von Kiel nicht ganz verraucht. „Wir haben uns die Szene bestimmt 50 mal angeschaut und ausgewertet“, so Co-Trainer Ronny Thielemann.

Nicht nur beim vermeidbaren Gegentor fehlte die geforderte Griffigkeit, bewahrheitete sich einmal mehr der Trainerhinweis, dass bei der Ausgeglichenheit in der 3. Liga oft Kleinigkeiten entscheiden. Das sieht Christian Beck auch so. „Wir haben vieles richtig gemacht, trauern darum dem späten Punktverlust schon etwas hinterher“, so der 29-Jährige, der nun im Heimspiel gegen seinen Jugendverein Erfurt seine persönliche Torflaute möglichst beenden will. Doch Vorsicht, Torhüter Philipp Klewin sicherte den längst noch nicht geretteten Thüringern in dieser Saison bereits zwölfmal die Null.

Die Null hätte FCM-Keeper Leopold Zingerle am Sonnabend im altehrwürdigen Kieler Holstein-Stadion nach zuvor 393 Minuten ohne Gegentor auch gern festgehalten. „Klar hatte Kiel mehr Ballbesitz als wir. Beim Gegentor fällt dem Kieler der Ball quasi auf den Kopf“, meinte die aktuelle Nummer eins der Elbestädter nach dem Remis, nachdem er zuvor die beiden klarsten Möglichkeiten der Gastgeber durch Marvin Duksch (Heber) und Tim Siedschlag (Foulelfmeter) ganz stark abwehrte.

„Es wäre natürlich schön gewesen, wenn wir den Dreier mitgenommen hätten“, so Zingerle, der trotz vollster Konzentration auch einen Blick für seine Vorderleute hat, die Offensivaktionen der eigenen Elf aber nicht immer vollständig mitbekommt: „Was in 70 Metern Entfernung geschieht, ist schon schwierig zu erkennen. Wie das Tor für uns gefallen ist, kann ich gar nicht sagen. Ich habe auch gar nicht realisiert, dass der Ball reingeht.“

Dafür, dass seine Kollegen bei den gegen Holstein seltenen Konteraktionen nicht immer die letzte Konsequenz zeigten, mehrfach den besser postierten Nebenmann übersahen, hat die neue Nummer eins des FCM durchaus Verständnis. „Es ist immer schwierig, geht im Spiel so schnell. Jeder versucht, immer das Beste zu machen. Es spielt auch keiner absichtlich nicht zum besser Postierten. Im Nachhinein sieht alles viel leichter aus, als es dann am Ende war“, so der bald 23-Jährige, der nach seinen anfänglichen Patzern in den ersten Rückrundenspielen Kritik am eigenen Leib erlebt hatte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.