In drei Tagen startet der 1. FC Magdeburg bei Fortuna Köln in die Rückrunde. Wo steht die Mannschaft nach der Vorbereitung?

■ Die Testspiele: Nach dem 3:1-Erfolg unter Ausschluss der Öffentlichkeit gegen Viertligist Viktoria Berlin folgten fünf Spiele ohne Sieg, davon drei in Spanien. Für Ernüchterung sorgte vor allem das 0:2 der vermeintlichen Köln-Startelf am vergangenen Sonnabend bei Regionalligist Energie Cottbus. Beim 2:2 beim VfL Wolfsburg II einen Tag später gab es ebenfalls mehr Schatten als Licht. „Wir stehen erst bei 80 Prozent. Zeit und Bedingungen machen es schwer, bis Köln auf 100 Prozent zu kommen“, sagte Trainer Jens Härtel am Dienstag.

■ Der Kader: Nachdem insbesondere die Vorbereitung im Camp in Spanien durch viele Grippekranke gestört wurde, ist der Kader momentan groß wie lange nicht. Ausnahmen: André Hainault (Hüftbeschwerden) und Niklas Brandt (Knie). Beim Training am Dienstag fehlte auch Ahmed Waseem Razeek (Zeh). Einigen Akteuren fehlt aber nach der holprigen Trainingsphase die körperliche Präsenz und Frische, mit der die Mannschaft insbesondere zum Ende der Hinrunde glänzte und sich mit fünf Siegen in Folge auf den zweiten Tabellenplatz katapultierte.

■ Der Neue: Einziger Winterneuzugang ist bislang der Franzose Charles Elie Laprevotte. Der Mittelfeldspieler kam aus der zweiten Mannschaft des SC Freiburg nach Magdeburg. Beim 90-minütigen Einsatz in Cottbus drängte sich Laprevotte nicht auf. „Da ist noch viel Luft nach oben“, sagte Trainer Härtel. Das Transferfenster ist bis zum 31. Januar geöffnet. Ob der FCM nochmals auf dem Markt aktiv wird, hängt aber wohl maßgeblich davon ab, ob aus dem 26-köpfigen Kader ein Spieler abgegeben werden kann. Kandidaten wie Lukas Novy, Ahmed Waseem Razeek oder auch zwischenzeitlich Steffen Puttkammer gehören aber weiter zum Kader.

■ Das Fragezeichen: Wer steht in Köln im Tor? Jens Härtel hat mit seinen Äußerungen zu Stammtorwart Jan Glinker und Leopold Zingerle den Zweikampf um die Nummer 1 neu entfacht, gleichzeitig aber eine Diskussion ausgelöst, die nicht von allen verstanden wurde. „Es gibt eine Tendenz. Mittwoch informiere ich die Jungs“, kündigte Härtel an. Fakt ist: Glinker hat ein gute Hinrunde gespielt, sich nichts zuschulden kommen lassen. Zingerle war zuverlässiger Vertreter, wenn er gebraucht wurde.

■ Die Ziele: Die offizielle Sprachregelung sind 45 Punkte und damit die sichere sportliche Zukunft für ein weiteres Jahr 3. Liga – 33 Zähler hat der FCM bereits. Den Aufstieg in die 2. Bundesliga hat bisher niemand formuliert. Nach Platz vier zum Ende der Serie 2015/16 und aktuell Tabellenplatz zwei hat die Mannschaft aber eine hohe Erwartungshaltung geschürt – viele Fans träumen schon vom nächsten Aufstieg. „Uns ist schon bewusst, welche Chance die Mannschaft und der Verein in dieser Saison haben. Die wollen wir nicht aus den Augen verlieren. Wir wollen das Maximale erreichen“, sagt Kapitän Marius Sowislo.

■ Der Auftaktgegner: In drei Spielen gegen Fortuna Köln (A: 1:2, H: 1:1, 0:3) ist der FCM bislang sieglos. „Fortuna spielt sehr eklig, sehr robust, für jeden Gegner unangenehm – so wie wir. Es wird darauf ankommen, wer wen mehr beeindruckt“, sagt Abwehrmann Felix Schiller, dem an gleicher Stelle im August 2015 die Achillessehne riss. Der Tabellenzehnte aus Köln gewann seine Liga-Generalprobe am vergangenen Wochenende bei Borussia Mönchengladbachs U 23 (Regionalliga West) mit 2:1.

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