Musik wird oft als die Muttersprache der Seele bezeichnet, die man über Sprachbarrieren und kulturelle Unterschiede hinaus verstehen kann. Bestimmt hat jeder schon mal gespürt, wie ein Lied oder auch nur einige einzelne Noten, eine emotionale Reaktion bei einem selbst ausgelöst haben. Die Musik, die uns am besten gefällt, bringt meistens Gefühle zum Ausdruck, nach denen man sich sehnt oder die man in sich wiedererkennt. Es wundert also keineswegs, dass Musik eine unwiderstehliche und gleichzeitig subtile Wirkung ausübt, der man sich kaum entziehen kann.

Videospiele sind ein vergleichsweise neues Medium. Dennoch zeichnen sich die Titel schon aus, da sie auf einer interaktiven Basis agieren. Man wird selbst zum Teil des Spielgeschehens und kann sich mühelos in fremde Welten hineinziehen lassen. Dabei spielt eine stimmungsvolle, musikalische Begleitung oft eine entscheidende Rolle. Viele Spiele haben einen ikonischen Soundtrack, an dem man sie auch noch nach Jahrzehnten sofort erkennt. Auch Online Games wie Razor Shark binden Hintergrundmusik in den Spielablauf ein, so dass dieser nicht langweilig anmutet.

In diesem Artikel werden einige Punkte genannt, durch die Musik das Spielgeschehen und den Spieler beeinflussen kann. Auf Aspekte der allgemeinen Vertonung und des Synchronsprechens wird hier nicht eingegangen, auch wenn diese natürlich ebenfalls sehr dazu beitragen, eine stimmige Spielwelt zu generieren. Trotzdem nimmt reine Musik eine gewisse Sonderrolle ein, die überaus erfolgreich eingesetzt wird.

Stimmung etablieren

Die wohl häufigste Anwendung von Musik in Videospielen ist die Einbindung von Klängen in eine Szene, um eine bestimmte Stimmung zu erzeugen. Sofort denkt man an Horror-Spiele, wie Resident Evil VII, bei denen durch dissonante Töne ein unheimliches Gefühl entsteht, das sich schnell in Anspannung verwandelt. Auf der anderen Seite können Spiele wie Animal Crossing mit ihren sanften Melodien eine Stimmung erzeugen, als befände man sich gerade im Urlaub auf seiner Privatinsel. Durch die Musik wird ein zusätzlicher Aspekt zu einer Inszenierung hinzugefügt, so dass das Gesamtwerk an Tiefe und Ausdruck gewinnt. Wie entscheidend der Einfluss der akustischen Untermalung ist merkt man, wenn man einmal ohne Ton versucht ein Spiel zu genießen.

Informationen über die Spielwelt

Spiele und zum Teil auch Charaktere oder Orte in den Spielen haben häufig ein eigenes Thema, also ein Musikstück, das mit ihnen assoziiert wird. Diese Lieder sind manchmal so bekannt, dass wenige Töne genügen, um sich in das Spiel versetzt zu fühlen. Ein gutes Beispiel ist die Musik bei Pacman oder Tetris, deren Erwähnung meist schon ausreicht, um einen Ohrwurm zu erzeugen. Auch Regionen können ein solch charakteristisches Motiv haben, so dass man allein akustisch einordnen kann, wo man sich gerade befindet. In Rätseln kann man durch musikalische Hinweise sogar die Schwierigkeit beeinflussen.

Fazit – Der Einfluss von Musik bei Videospielen

Musik kann eine Menge bewirken, wenn sie auf eine gekonnte Weise in ein anderes Medium eingebunden wird. So wie man sich nach einem guten Film noch an einige der musikalischen Motive erinnern kann, kann auch ein Videospiel dadurch an Realismus und Tiefe gewinnen. So fällt es leicht den Spieler in eine Welt zu versetzen, die sich ebenso real anfühlt wie die eigene. Am besten zeigt sich der Einfluss von Musik in Videospielen, wenn man den Ton einmal völlig abschaltet. Die Spiele wirken tot und beginnen schnell zu langweilen.

Glücklicherweise ist heute den meisten Menschen bewusst, welchen enormen Einfluss Musik auf das eigene Spielempfinden oder die allgemeine Stimmung haben kann. Zudem haben sich Videospiele schon behaupten können, indem etliche Stücke produziert wurden, die man auch außerhalb des Genres kennt. Während sich die Videospiel-Branche weiterentwickelt kann man sicher auch mit neuen, zeitlosen Kompositionen rechnen, die künftigen Spielen einen noch transzendenteren Charakter verleihen. Diese Aussicht lässt zumindest schon Vorfreude keimen. 

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