Richard Weil ist nach dem 2:1-Erfolg des Drittligisten 1. FC Magdeburg gegen Würzburg ein gefragter Mann gewesen.

Von
Manuel Holscher

Magdeburg l Dafür gab es mehrere Gründe. Der Abwehrchef war in dieser Saison bisher außer Dienst. FCM-Trainer Jens Härtel stellte beim Saisonauftakt in Großaspach überraschend Nico Hammann in die Mitte der Dreierkette. Für Weil blieb nur ein Platz auf der Bank. So lief es auch gegen Erfurt und in Meppen. Im Heimspiel gegen die Würzburger Kickers, von denen Weil Anfang des Jahres nach Magdeburg gewechselt war, durfte er aber wieder den Abwehrchef geben.

Treffer gegen den Ex-Verein

Und auch treffen. Nachdem Schiedsrichter Christian Dingert auf den Punkt zeigte, verwandelte Weil souverän zum 2:0. „Es ist immer etwas Besonderes, gegen den Ex-Verein zu spielen. Ich hatte eineinhalb schöne Jahre in Würzburg, die ich mit dem Zweitligaaufstieg nicht vergessen werde“, sagte er. „Hier in Magdeburg hat für mich aber ein neues Kapitel begonnen und ich bin froh, dass ich der Mannschaft mit meinem Tor helfen konnte.“

Der 29-Jährige bot eine solide Partie, dirigierte wie gewohnt lautstark, hatte aber gerade in der ersten Halbzeit auch wenig Arbeit. Weil selbst fand sein Saisondebüt „ordentlich“.

Der Defensivspieler war bei seinem ersten Einsatz in dieser Saison darum bemüht, keine Fehler zu machen, um den Beweis zu erbringen, dass Härtel mit seiner Nominierung die richtige Entscheidung getroffen hat.

Nur die Mannschaft zählt

Zur Situation, dass er zuvor nur auf der Bank saß, fand er klare Worte: „Der Trainer entscheidet, wer spielt. Wir sind ein Team, da hat sich jeder unterzuordnen. Ego-Trips sind nicht angebracht.“

Die Konzentration gelte jetzt dem DFB-Pokalspiel gegen den Bundesligisten FC Augsburg am kommenden Sonntag (18.30 Uhr). Mit Weil in der Startelf? „Das entscheidet der Trainer“, sagte er und lächelte.

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