kicker.de vom 08.04.2016
Autor: unbekannt
Wiesbaden seit zehn Spielen sieglos

Nullnummer zwischen Wiesbaden und Magdeburg: Während der Abstiegskandidat aus Hessen mit dem Punkt im Tabellenkeller nicht viel anfangen kann, dürften für den 1. FC wohl auch die letzten Hoffnungen auf eine Rückkehr im Kampf um den Aufstieg begraben sein. Torsten Fröhling holte in seinem dritten Spiel als Trainer für Wehen sein drittes Remis – insgesamt wartet der SVWW seit zehn Partien auf einen Dreier. In einer über weite Strecken ereignisarmen Begegnung fehlten beiden Mannschaften der nötige Biss und Wille, das Spiel für sich zu entscheiden.

Wehens Coach Torsten Fröhling musste sein Team nach dem 1:1 bei Holstein Kiel auf einer Position verändern: Kapitän Funk fehlte nach seiner zehnten Gelben Karte und wurde durch Mrowca ersetzt. Die Binde trug Pezzoni. FCM-Trainer Jens Härtel tauschte nach dem 0:3 gegen Erzgebirge Aue dreimal Personal: Bankert, Chahed und Niemeyer ersetzten Ernst (Oberschenkelprobleme), Altiparmak und Hammann, die beide zunächst nur auf der Bank Platz nahmen.

Es hatte nicht sollen sein: Nachdem Wehen am vergangenen Spieltag in der Schlusssekunde den Ausgleich hinnehmen musste, hatte der Abstiegskandidat gegen Magdeburg die nächste Chance, seine sieglose Serie zu beenden. Nach verhaltener Anfangsphase auf beiden Seiten erspielte sich Wehen ein leichtes spielerisches Übergewicht. Zwingende Torchancen erspielten sich die Hausherren in den ersten zwanzig Minuten aber nicht. Nach 24 Minuten tauchte dann auch Magdeburg mal in der gegnerischen Gefahrenzone auf, der Schuss von Kapitän Sowislo ging aber nicht aufs Tor von Kolke.

Schnellbacher vergibt beste Möglichkeit

Eine Viertelstunde vor der Halbzeitpause investierten dann beide Teams mehr für die Offensive, Chancen gab es nun auf beiden Seiten: Doch Schnellbacher scheiterte mit einem Kopfball an Magdeburgs Glinker (25.), auf der Gegenseite verpufft ein aussichtsreicher Konter der Hausherren (31.). Nach einer soliden ersten Hälfte – in der Abstiegskandidat Wehen auf Augenhöhe mit den Gästen war – ging es somit torlos in die Pause.

Pezzoni lässt Topchance liegen

Auch im zweiten Durchgang blieb es bei einer höhepunktlosen Begegnung, beide Teams beschränkten sich auf die Verwaltung des Ballbesitzes. Die Kugel kam höchstens durch Standardsituationen in Torraumnähe, doch ernsthafte Gefahr resultierte aus den Ecken und Freistößen keine. Während Wiesbaden in der ersten Halbzeit noch das agilere der beiden Teams war, neutralisierten sie sich im zweiten Abschnitt. Auch in der Schlussviertelstunde konnte sich keine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen, Wiesbaden brachte das Leder zwar immer wieder mit Freistößen aus dem Halbfeld in den Sechzehner, dort fehlte aber die letzte Entschlossenheit: Pezzonis Großchance nach einem solchen Standard war die beste Möglichkeit für Wehen bis zu diesem Zeitpunkt (78.). Magdeburg blieb vor allem in der Offensive zu blass und konnte auch in der Schlussphase nicht nachlegen, weshalb es bei der Nullnummer in der hessischen Landeshauptstadt blieb.

Wehen Wiesbaden empfängt am Freitag (19 Uhr) Erzgebirge Aue. Magdeburg trifft am Samstag (14 Uhr) vor heimischer Kulisse auf Ligaprimus Dynamo Dresden.

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