Die Generalprobe für den Rückrundenstart hat der 1. FC Magdeburg verpatzt. Das 0:2 in Cottbus hat allen nochmals die Sinne geschärft.

Magdeburg l „Das war ein deutlicher Wink mit dem Zaunpfahl. So wird es nicht reichen“, fasste Trainer Jens Härtel seine Eindrücke nach der 0:2-Testspielniederlage beim Viertligisten FC Energie Cottbus zusammen. Tom Nattermann (22. Minute) und der Ex-Magdeburger Fabio Viteritti (85.) trafen bei guten äußeren Bedingungen vor 942 Zuschauern im Stadion der Freundschaft zum verdienten Erfolg für den Ex-Bundesligisten. „3. Liga – keiner weiß warum“, sangen hämisch die in den vergangenen Jahren arg gebeutelten Energie-Fans in den letzten Minuten.

In der Tat blieb Magdeburg vieles schuldig, verpasste vor der Pause bei guten Chancen für Sebastian Ernst (2.) und Tobias Schwede (20.) die schnelle Entscheidung und verlor in der Folge zusehends die Kontrolle. Dabei setzte Trainer Jens Härtel auf das erprobte 3-5-2-System und auch das bewährte Personal. Mit Ausnahme von Niklas Brandt (Knie), für den Neuzugang Charles Elie Laprevotte spielte (siehe Extra-Story), stand die Elf auf dem Platz, die vor der Winterpause mit dem 3:1 bei den Sportfreunden Lotte den fünften Sieg in Serie holte und den Club auf den zweiten Tabellenplatz katapultierte.

„Wir sollten das Ergebnis nicht zu hochhängen, es war ein Testspiel. Natürlich ist unser Auftritt nicht zufriedenstellend und für alle ein bisschen ernüchternd. Die Vorbereitung war ein bisschen holprig – das hat sich hier widergespiegelt“, resümierte Abwehrmann Christopher Handke und spielte auf das nicht optimal verlaufene Trainingslager in Spanien an, das von zahlreichen Erkrankungen beeinträchtigt war.

Vor allem das sonst so starke Defensivverhalten stimmte in Cottbus nicht. „Die Generalprobe haben wir verpatzt, Wir müssen wieder geschlossener im Spiel gegen den Ball auftreten, die Abstände waren viel zu groß. Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen. So können wir in Köln nicht auftreten“, sagte Abwehrmann Felix Schiller. Ähnlich sah es Marius Sowislo: „Wir haben taktisch diese Woche im Training noch einiges zu tun“, sagte der Kapitän, „das Spiel war hoffentlich ein Warnschuss zur rechten Zeit.“

FCM: Glinker (46. Zingerle) – Handke (46. Sprenger), Hammann, Schiller – Butzen (46. Chahed), Laprevotte, Ernst, Sowislo (46. Löhmannsröben), Schwede – Düker (46. Kath), Beck

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere