Mit einem 3:0 (3:0) gegen RW Erfurt hat der 1. FC Magdeburg den verpatzten Saisonstart vergessen gemacht. Mann des Tages: Philip Türpitz.

Von
Thomas Juschus

Magdeburg l Der 1. FC Magdeburg erwischte vor 17 140 Zuschauern in der MDCC-Arena einen Traumstart.

3. Minute: Philip Türpitz kommt halbrechts an den Ball, spielt einen No-Look-Pass auf die linke Seite. Erfurts Luka Odak verschätzt sich, Michel Niemeyer kommt an den Ball und trifft mit seinem starken linken Fuß flach zur Führung.

26. Minute: Erfurt wehrt einen Freistoß von Andreas Ludwig zu kurz ab, Türpitz nimmt sich ein Herz und den Ball direkt aus 22 Metern. Sein Schuss wird von Christopher Bieber leicht abgefälscht und schlägt unter Keeper Philipp Klewin zum 2:0 ein.

28. Minute: Andreas Ludwig spitzelt den Ball in die Tiefe, halbrechts setzt sich Türpitz ab und ist schneller als Florian Neuhold und trifft knapp 90 Sekunden nach seinem Tor zum 2:0 mit einem harten Schuss ins lange Eck zum 3:0.

61. Minute: Der schon verwarnte Christoph Menz lässt an der Seitenlinie Türpitz über die Klinge springen. Für den Erfurter Kapitän ist die Partie beendet, Schiedsrichter Daniel Schlager (Rastatt) zückt sofort die Gelb-Rote Karte. Türpitz kann nach kurzer Behandlung weiterspielen und wird in der 80. Minute gegen Gerrit Müller ausgewechselt.

„Man sollte niemand herausheben. Die Mannschaft hat überzeugt von vorne bis hinten“, sagte Türpitz nach dem Spiel, nachdem er zuvor zahlreiche Autogramm- und Fotowünsche der Fans erfüllt hatte. Aufgrund der Verletzung von Felix Lohkemper (Gesäßmuskelzerrung) war der ehemalige Chemnitzer zusammen mit Felix Schiller (für Steffen Schäfer) als zweite Änderung gegenüber dem 1:4 bei der SGS Großaspach in die FCM-Startelf gerückt.

Entscheidung im Büro

„Der Trainer hat am Freitag mit mir in seinem Büro gesprochen. Natürlich bin ich glücklich, wenn ich spiele und der Mannschaft helfen kann“, so Türpitz, der neben Christian Beck quasi zweite Spitze im FCM-Angriff spielte. „Es hat ganz gut geklappt, die Position war aber auch nichts Neues für mich, ich habe schon in Chemnitz mit Anton Fink ganz vorne gespielt“, sagte Türpitz. „Es war einfach ein gelungener Tag für uns. Wir hatten ein bisschen was gutzumachen, haben in Großaspach nicht unser wahres Gesicht gezeigt. Deshalb bin ich froh, dass wir eine Reaktion gezeigt haben. Wir haben es als Truppe einfach geil gemacht“, sagte Türpitz, der sich zehn Minuten vor dem Abpfiff bei seiner Auswechselung den verdienten Applaus abholen durfte.

Jens Härtel zeigte sich sowohl vom Auftritt seiner Mannschaft als auch der Türpitz-Show angetan. „Dass es so gut klappt, war nicht zu erwarten. Schön, dass sich Philip belohnt hat“, sagte der Trainer, dessen Mannschaft durch Niemeyer (45.) und Felix Schiller (83.) noch zwei weitere Top-Möglichkeiten hatte, um gegen harmlose Erfurter zu erhöhen. „Wichtig war, dass hinten die Null steht und wir es seriös zu Ende spielen. So konnten wir sogar noch ein bisschen Kraft sparen“, sagte Härtel, dessen Mannschaft schon am Mittwoch (19 Uhr) bei Aufsteiger SV Meppen ran muss – und sicher auf einen Philip Türpitz in Gala-Form hofft.

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