Dennis Erdmann zieht ab: In 7 Zweitliga-Spielen für den FCM traf der Abräumer einmal. Sein Vertrag läuft am Saisonende aus

von: Michael Nowack

Gnadenlos in Zweikämpfen, volle Pulle Einsatz – so war Dennis Erdmann (27) schon bei Dynamo und Hansa drauf.

45 Gelbe, eine Gelb-Rote und eine Rote Karte in drei Jahren Profifußball sind eine beeindruckende Rüpel-Statistik.

Nach 15 Monaten beim FCM ist aus dem Unzähmbaren ein Typ geworden, der sich auch in hitzigen Situationen voll unter Kontrolle hat und zur Leitfigur reifte. Bestes Beispiel: Beim irren 2:2 gegen Dresden schaukelten sich FCM-Abwehrchef Erdmann und Dynamo-Stürmer Moussa Koné (22) immer tiefer in eine hochexplosive Privatfehde. Bis der FCM-Abräumer die Fronten klärte, den Senegalesen am Kragen packte und ihn mehrere Meter hinter sich her schleifte. Dafür bekam er Gelb.

Anstatt, wie früher auf den Unparteiischen loszugehen, ging Erdmann lächelnd zu Fifa-Schiri Manuel Gräfe (45), klatschte ihn ab. Und was 23 024 Fans noch auffiel: Als der FCM 0:2 zurücklag, war Erdmann der Einzige, der sich wehrte, immer wieder Zeichen setzte.

Für den Leitwolf ist das selbstverständlich: „Das ist eben meine Art, die Jungs mitzureißen. Gerade wenn es nicht läuft, darfst du dich nicht verstecken. Dann heißt es, Mann gegen Mann, alles andere Ist Kindergarten.“

Trainer Jens Härtel (49) über den neuen Erdmann: „Er macht das richtig clever, weiß, wann und in welcher Zone er foulen kann. Und er weiß auch genau, wann er sich zurücknehmen muss. Aber auch bei ihm heißt es: Da ist immer noch Luft nach oben.“

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