Auch für Christian Beck, Top-Torjäger des Drittligisten 1. FC Magdeburg, ist die Partie gegen den FSV Mainz 05 II frustrierend gewesen.

Magdeburg l Christian Beck war nach dem 1:2 im Heimspiel gegen Mainz II bedient. „Ich habe noch nie so viel Ballbesitz in einem Spiel gehabt“, sagte er. „Wir haben bis zum Strafraum gut gespielt, der letzte Pass oder die letzte Flanke haben aber gefehlt.“

Für Beck lief es wie bisher häufig in der Rückrunde nicht rund. Der Top-Stürmer, der bereits elf Saisontreffer auf seinem Konto hat, konnte im Jahr 2017 bisher erst einmal jubeln – beim 3:0 gegen den VfL Osnabrück. Auffällig ist, dass er sehr häufig in der Luft hängt, weil viele Flanken momentan nicht ankommen. Die Taktik, dass Beck in der Mitte auf sich alleine gestellt ist und die offensiven Außenspieler wie Tarek Chahed (rechts) und Florian Kath (links) oder zuletzt Michel Niemeyer nach innen ziehen, kommt Beck nicht sonderlich entgegen.

In der Vorrunde lief es für ihn deutlich besser, als FCM-Trainer Jens Härtel auf zwei klassische Spitzen setzte. Neben Beck durften wahlweise Julius Düker oder Florian Kath ran. Da aber Sebastian Ernst in der Winterpause zum Zweitligisten Würzburger Kickers wechselte, war die Position hinter den Spitzen nicht mehr optimal besetzt, und Härtel stellte das System um. Somit ist das Spiel nicht mehr so auf Beck zugeschnitten wie noch in den vergangenen Jahren.

Dass sich der Stürmer aber aufreibt und alles für den Erfolg der Mannschaft tut, bewies er auch gegen Mainz II wieder. Nach einem Ballverlust in der Offensive verfolgte er seinen Gegenspieler bis zur Mittellinie und erkämpfte sich die Kugel zurück.

Die momentan schwache Qualität der Pässe und Standards wurde dem FCM gegen den Tabellenletzten zum Verhängnis. Über Ballbesitz alleine, der klar für Magdeburg sprach, ist ein Spiel nicht zu gewinnen. Das bemängelte auch Härtel nach der Partie. „Im Fußball zählen Tore, und da haben wir viel zu wenig gemacht“, sagte er. Der zweite Tabellenplatz in der 3. Liga ist trügerisch, der FCM holte aus sechs Rückrundenpartien nur sechs Punkte.

Eine Lösung muss schnell gefunden werden, denn bereits am Freitag (18.30 Uhr) geht es zu Hause gegen Preußen Münster weiter. „Wir müssen uns jetzt den Mund abputzen und weitermachen“, sagte Beck, der klarstellte: „Vom Spielaufbau her haben wir selten eine bessere Partie gemacht. Wir müssen jetzt aber auch Tore schießen und dürfen nicht so dumme Fehler machen wie die Gelb-Rote Karte kurz vor Schluss. Dann werden wir auch wieder drei Punkte holen.“

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