Felix Schiller kehrt mit dem 1. FC Magdeburg ins Südstadion zurück – dorthin, wo ihm vor 17 Monaten die Achillessehne riss.

Magdeburg l Den 28. August 2015 wird Felix Schiller wohl nie mehr vergessen. Nach einem Zweikampf im Mittelfeld riss dem FCM-Abwehrspieler im Spiel bei Fortuna Köln (1:2) die linke Achillessehne. Am Sonnabend (14 Uhr, live in WDR und MDR) kehrt der 27-Jährige erstmals in das Südstadion zurück. „Dieser Moment hat mir viel Ärger eingebracht, natürlich kommen da Gefühle hoch und die Szene wird auf dem Weg ins Stadion im Kopf sein. Ich werde aber sicher vorher keine schlaflose Nacht verbringen – und spätestens beim Warmmachen die Gedanken hinter mir lassen“, sagt Schiller.

Die lange Pause hat der Innenverteidiger abgehakt, ist längst wieder feste Größe in der Elf von Trainer Jens Härtel. „Körperlich hat mich die Verletzung und die Reha stärker gemacht. Ich habe derzeit so wenig Probleme wie nie zuvor“, sagt Schiller. „Ich konnte gezielt an den Schwachstellen meines Körpers arbeiten, an Rücken und Knie. Die Übungen mache ich neben dem normalen Training weiter. Deshalb fühle ich mich gerade richtig gut.“

Mental hat der Mann mit der Rückennummer fünf die fast zwölfmonatige Pause ebenfalls gut verkraftet. „Ich habe nicht eine Sekunde gezweifelt. Nie!“, erklärt Schiller. Geholfen hat ihm neben der Arbeit im Kraftraum und auf dem Platz dabei die uneingeschränkte Unterstützung durch den Verein. Kurz nach der schweren Verletzung verlängerte der FCM den Vertrag bis Sommer 2018. „Es hätten nicht viele Vereine so reagiert. Das hat die besondere Verbindung zwischen Verein und mir weiter gefestigt“, so Schiller.

Auch Trainer Härtel stärkte dem gebürtigen Berliner, der 2012 zum Club kam, gerade in der etwas holprigen Anfangsphase der Saison immer wieder den Rücken. „Vom Trainer wurden mir Fehler verziehen. Ich genieße dieses Vertrauen und fühle mich hier pudelwohl“, so Schiller, dem gleichwohl die schwerste Verletzung seiner Karriere auch den Blick geweitet hat: „Ich habe gelernt, dass Fußball zeitlich begrenzt ist.“ Ans Ende denkt Schiller aber noch lange nicht – Köln war also nur ein erfolgreicher Neubeginn.

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