Neuer Trainer, neue Rolle. Philip Türpitz (27) ist unter Michael Oenning (53) der Denker in der Mittelfeldzentrale. In Fürth (2:3) wirbelte der Schwabe im Zentrum über den Platz, war fleißig und ein wichtiger Ideengeber im Spielaufbau.

Vom Dribbelkünstler zum Spielmacher. Ein neuer Job, an den sich Türpitz durchaus gewöhnen könnte. Er sagt: „Auf jeden Fall kann ich mich damit anfreunden. Ich habe das ja auch schon ein paar Mal gespielt. Das macht mir Spaß und ich kann mir das sehr gut vorstellen.“

Unter Jens Härtel durfte sich Türpitz nur einmal als Spielmacher austoben. Im August 2017 beim 4:1-Heimsieg gegen Bremen II. Mit einem Tor und zwei Vorlagen war er damals der Mann des Spiels. Das Zeug zum offensiven Taktgeber ist vorhanden, warum nicht auch dauerhaft?

Michael Oenning bevorzugt eine mutige Ausrichtung mit klassischem Regisseur hinter den Spitzen. Und mit seinem Türpitz-Experiment in Fürth war der Coach zufrieden. Oenning: „Das wirkte auf mich so, also würde er aus dieser Position eine ganze Menge Kreativität schöpfen.“

Klingt nach Umschulung. Aber damit auch nach mehr Verantwortung. Denn in der Zentrale werden Patzer schneller bestraft als auf der Außenbahn.

Türpitz: „Das ist mit Sicherheit so. Wenn du im Zentrum den Ball verlierst, kann schon eher mal die Post abgehen.“ Das Risiko muss der FCM im Kampf um Punkte aber eingehen. Und mit dem Torpedo als Spielmacher ist im Vorwärtsgang mehr Dampf drin.

Das schreit nach Wiederholung beim Heimspiel am Sonntag (13.30 Uhr) gegen Bochum.

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