Torlos-Serie geht weiter

Der 1. FC Magdeburg hat nach dem 0:0 gegen den SV Wehen Wiesbaden mittlerweile seit 428 Pflichtspielminuten nicht mehr getroffen.

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Magdeburg l Nach drei Pflichtspielniederlagen in Folge bot das 0:0 gegen Wehen Wiesbaden einige positive Ansätze. Der Negativtrend wurde gestoppt, der Club blieb zudem ohne Gegentor. Das ist gerade gegen so eine offensivstarke Mannschaft wie Wehen Wiesbaden alles andere als selbstverständlich. Dabei ließ die Härtel-Truppe über 90 Minuten kaum etwas zu. Erst kurz vor der Pause hatten Agyemang Diawusie (41.) und Manuel Schäffler (43.) Torchancen.

„Natürlich wollten wir das Spiel gewinnen und hatten eine gute Anfangsphase. Wir hatten in den ersten 20 Minuten auch Chancen, die aber leider nicht genutzt wurden“, sagte der FCM-Trainer. „Es war eine Partie, die wir nicht verlieren durften. Wir sind nicht total zufrieden, schnaufen aber erst mal durch. Nach drei Niederlagen in Folge war das jetzt ein kleiner Schritt. In Köln wollen wir den nächsten, größeren Schritt machen.“

Wie sehr sich die FCM-Spieler verausgabt hatten, wurde an Philip Türpitz deutlich, der von Krämpfen geplagt in die Kabine humpelte. „Wir nehmen den Punkt gerne mit und hätten mit etwas mehr Glück auch treffen können“, sagte er.

In der fünften Minute zappelte der Ball vor 15 264 Zuschauern in der MDCC-Arena zwar im Netz, und Christian Beck jubelte. Der Kopfballtreffer des Torjägers nach einem Freistoß von Nico Hammann wurde allerdings von Schiedsrichter Manuel Gräfe (Berlin) zu Recht wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen. Gefährlich waren zudem die Chance von Türpitz (37.) und der Freistoß von Hammann (73.).

Rückkehr nach Verletzung

Härtel wechselte nach dem 0:1 in Karlsruhe auf einer Position, für Felix Lohkemper kehrte Tobias Schwede nach seiner Verletzung zurück. Zusammen mit Michel Niemeyer lief auf der linken Seite somit das Duo auf, das in dieser Saison bereits einige Male überzeugte. In der Anfangsphase liefen auch fast alle Angriffe über Schwede oder Niemeyer, Wehen Wiesbaden hatte beide nicht im Griff. „Wir waren gut auf den Gegner eingestellt und sind auf dem richtigen Weg“, sagte Schwede. „Momentan fehlt bei uns noch der letzte Pass, die Genauigkeit. Ich habe mich gut gefühlt, meine Schulter hat keine Probleme gemacht. Es war deshalb nicht schlecht, ich habe aber auch noch Luft nach oben.“

Das sah auch Härtel so: „Tobias hat sicherlich schon besser gespielt. Ich hätte mir mehr Situationen im Umschalten von ihm gewünscht. Er hatte aber den psychologischen Rucksack von drei Niederlagen nicht im Gepäck. Deshalb haben wir uns für ihn entschieden, obwohl er erst kurz im Training ist.“

Dass der FCM nicht zwingender vor dem gegnerischen Tor war, lag an der gerade nach der Pause hohen Fehlpassquote. Da auch Wehen Wiesbaden diesbezüglich nicht den besten Tag erwischte, neutralisierten sich beide Mannschaften in der zweiten Hälfte auf einem spielerisch maximal durchschnittlichen Niveau.

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