Nico Hammann ist beim Drittligisten 1. FC Magdeburg seit Anfang 2016 fast immer gesetzt gewesen. Momentan sitzt er nur auf der Bank.

Von
Manuel Holscher

Magdeburg l Der 30-Jährige hält sich aber trotz seiner momentanen Reservistenrolle zurück und hofft auf einen Einsatz am 19.03.(20.30 Uhr, live im MDR) im Landespokal beim Halleschen FC.

Der Blick von der Bank auf das Spielfeld ist für Hammann ungewohnt. Im Winter 2016 kehrte er nach einem kurzen Ausflug zum Zweitligisten SV Sandhausen wieder zum FCM zurück und war seitdem fast durchgehend gesetzt. Im Jahr 2018 lief es bei ihm allerdings nicht immer rund.

Zuletzt nicht in der Startelf

Nach einem gebrauchten Tag beim 0:1 in Würzburg nahm ihn Trainer Jens Härtel vorerst aus der Mannschaft. Außer einer Halbzeit in Bremen, in der er überzeugte, kam er nur noch zu einem Kurzeinsatz in Paderborn. Gegen Münster (nicht im Kader), in Rostock und gegen Aalen (jeweils 90 Minuten auf der Bank) musste er zuschauen. „Die Jungs haben es in Paderborn wirklich gut gemacht. Dann ist es für einen Spieler, der hinten dran ist, etwas schwierig, wieder gleich in die Mannschaft zu kommen“, sagt Hammann. „Der Trainer hatte mir gesagt, dass er nach dem Bremen-Spiel mit mir zufrieden war, ich aber diese Leistung nicht ganz so mit in die anschließende Trainingswoche nehmen konnte. Es liegt jetzt an mir.“

Dass Härtel aber auch nach dem 6:1 zuletzt gegen Aalen nicht sonderlich viele Gründe sieht, Wechsel vorzunehmen, ist auch dem Allrounder, der in der Abwehr und im Mittelfeld flexibel einsetzbar ist, klar. „Es ist dann schwer“, sagt der Standardexperte, betont dann aber: „Am Ende zählt nur, dass die Mannschaft gewinnt. Ich freue mich mit der Mannschaft, auch wenn ich nicht so glücklich mit meiner Situation bin.“

Schlechte Phase in Sandhausen

Viel wichtiger als sein eigenes Ego sei, dass das Team die notwendigen Punkte holt, um das große Ziel Zweitliga-Aufstieg zu erreichen. „Ich weiß, dass es für Spieler sehr schnell in beide Richtungen gehen kann. Ich habe in Sandhausen und in Bielefeld aber auch schon deutlich schlimmere Situationen erlebt. Dort habe ich Erfahrungen gemacht, die es mir jetzt leichter machen. Klar ist aber auch, dass ich das jetzt irgendwann ändern will“, sagt Hammann. In Sandhausen kam er in der Hinrunde der Saison 2015/16 nur auf drei Einsätze, in Bielefeld waren es in der Spielzeit 2011/2012 vier Drittligapartien, in denen er mitwirken durfte.

Von solchen Negativstatistiken ist Hammann beim FCM weit entfernt. In dieser Saison kommt er bisher auf 25 Spiele bei einem Tor und drei Vorlagen. Nur zuletzt hakte es eben etwas. Der gebürtige Eberbacher (Baden-Württemberg) stellt sich dennoch voll in den Dienst der Mannschaft. „Ich versuche, genauso zu bleiben, wie sonst auch. Ich mache in der Kabine weiter meine Späßchen und versuche, die, die jetzt spielen, aufzubauen“, stellt er klar. „Gerade für Florian Pick, der zuvor nicht so viel gespielt hat, freut es mich, dass es bei ihm jetzt so gut läuft.“

Teamgedanke als große FCM-Stärke

Dieser Teamgedanke sei auch die große Stärke des Clubs. „Wenn der Erfolg da ist, profitieren ja alle in der Mannschaft davon, ob sie auf dem Rasen stehen oder nicht“, so Hammann. „Mein größter Respekt gilt Jungs wie Gerrit Müller, Andreas Ludwig und Charles Elie Laprevotte, die im Training immer alles geben, obwohl sie nur selten im Kader stehen. Das ist eine Charakterfrage.“

Gute Chancen, wieder ins Team zu kommen, hat Hammann morgen (20.30 Uhr) im Landespokal-Viertelfinale beim Halleschen FC. „Ich hoffe, dass wir ein bisschen rotieren und ich dabei sein kann. Es würde mir sicherlich helfen, um ein bisschen Spielpraxis zu bekommen. Aber auch da zählt in erster Linie, dass wir weiterkommen.“

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