Von Torsten Muders

MAGDEBURG – Es musste ja so enden. „Ich hätte als Außenstehender auch so getippt“, gab SVWW-Innenverteidiger Steven Ruprecht danach zu Protokoll. Keine Tore gab es im Spitzenspiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem SV Wehen Wiesbaden. Wie schon zum dritten Mal in bis jetzt fünf Begegnungen der beiden Teams in der Dritten Liga.

Ein Ergebnis, das folgerichtig war. Und auch gerecht, wie alle Stimmen nach dem Spiel hervorhoben. Zwei starke Defensivreihen ließen kaum Raum zur Entfaltung und Möglichkeiten zu. Dass der SVWW ohnehin in dieser Disziplin als bisher Klassenbester mit zehn Gegentreffern sehr gut ist, ging die letzten beiden Liga-Spielen ein wenig unter, als sich die Hessen mit insgesamt elf Treffern auf einmal als die Ballermänner der Liga erwiesen.

Wir haben heute die letzte Konsequenz und Effizienz im Spiel nach vorne vermissen lassen“, wollte SVWW-Trainer Rüdiger Rehm nach eigenem Bekunden schon gewinnen, war aber nach 90 Minuten auch zufrieden mit dem einen Zähler. „Ein gewonnener Punkt, mit dem wir gut leben können“, pflichtete auch Robert Andrich bei, wieder mal ein Garant auf der Sechs für die beschworene defensive Stabilität.

Stürmische Anfangsphase mit Becks Abseitstor

Die Bilder direkt nach dem Spiel, als sich die Hessen abklatschten und die Sachsen-Anhaltiner eher enttäuscht wirkten, zeigten, dass Magdeburg im dritten sieglosen Spiel in Serie mehr wollte. Dies wurde auch in der stürmischen FCM-Anfangsphase deutlich, als Kapitän Christian Beck nach fünf Minuten den Ball ins Tor köpfte – allerdings stand er dabei einen Hauch im Abseits.

„Am Anfang hatten wir einige knifflige Situationen zu überstehen. Nach 15 Minuten haben wir das Spiel unter Kontrolle bekommen“, sah nicht nur Rehm fortan eine ausgeglichene Partie ohne große Höhepunkte. „So richtig hundertprozentige Chancen gab es auf beiden Seiten nicht“, sagte Ruprecht. Manuel Schäffler, mit elf Treffer bester SVWW-Schütze, kam nicht zur Entfaltung. Ebenso wie auf der Gegenseite Beck, vergangene Saison noch mit 17 Toren bester Torjäger der Dritten Liga, der seine diesjährige Flaute (nur ein Tor) fortsetzte.

Somit verpassten beide Teams den Sprung auf den direkten Aufstiegsplatz. Doch für den SVWW könnte dieser Sprung nur aufgeschoben und nicht aufgehoben sein. Nach der Länderspielpause könnte man am 17. November gegen Hansa Rostock mit einem Dreier Zweiter werden. Und tags drauf nehmen sich dann Fortuna Köln und Magdeburg im nächsten Spitzenspiel die Punkte gegenseitig weg.

1. FC Magdeburg: Glinker – Handke, Hammann, Schäfer – Rother, Erdmann (74. Sowislo) – Butzen, Niemeyer – Türpitz, Beck – Schwede (70. Chahed).

SV Wehen Wiesbaden: Kolke – Kuhn, Mockenhaupt, Ruprecht, Mintzel – Andrich, Mrowca – Andrist, Diawusie (62. Mvibudulu) – Schäffler, Breitkreuz (76. Blacha).

Zuschauer: 15264.

Schiedsrichter: Gräfe (Berlin).

 

DAS SPIEL IN KÜRZE

Das sagt der Trainer: „Ein gerechtes 0:0“, befand Rüdiger Rehm.

Fazit des Gegners: „Es war ein Abnutzungskampf auf beiden Seiten. “, sagte FCM-Trainer Jens Härtel.

Szene des Spiels: Einmal zappelte der Ball nach fünf Minuten im Netz. Doch der vermeintliche Torschütze Christian Beck stand im Abseits.

Bester SVWW-Spieler: Der gesamte Defensivverbund hat einmal mehr seine Aufgabe erfüllt.

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