Beim Fußball entscheidet das Glück? Sicher kein Satz, über den sich Profispieler und Trainer weniger freuen. Glück und Pech nehmen aber in der Tat einen großen Einfluss auf das Spielergebnis. Das zeigen nicht nur diverse Torstatistiken, sondern auch bestimmte Momente während der Spiele – in denen zufällige Ereignisse zu beobachten sind. Wir denken da an schlecht getroffene Kopfbälle, das Ausrutschen auf dem Rasen oder unverhoffte Verletzungen. Welche Rolle der Zufall beim Fußball spielt, das zeigt auch eine beeindruckende Fußball-Simulation mit Würfelwürfen.

Beim Fußball gibt es die meisten Zufallsereignisse

Ob Dortmund gegen Bayern siegt, das hängt nicht nur vom Können der Spieler ab. In der Realität hängt sogar ziemlich viel vom Glück oder Pech der Teams ab. In der Mathematik bezeichnet man diese Überraschungen als Zufall. Manch einer würde sogar behaupten, dass wir es beim Fußball mit einem klassischen Glücksspiel zu tun haben. Diese kennt man eigentlich eher aus Casinos. Auch neue Casinos online bei NeueCasinos24 haben immer mehr Zulauf und zeichnen sich durch den Nervenkitzel bei Bekanntgabe der zufälligen Ergebnisse aus, die moderne Zufallszahlengeneratoren ausspucken. Hier erwarten wir, dass wir den Spielausgang nicht beeinflussen können.

Wer Roulette zockt oder am Spielautomaten sitzt, kann nicht wissen, ob die Wette gelingt. Das ist kein Geheimnis und eine Tatsache, derer sich Spieler bewusst sein sollten. Doch ausgerechnet beim Fußball, den wohl viele zweifelsohne als die weltweit wichtigste (auch aus wirtschaftlicher Sicht) Sportart ansehen, soll der Zufall auch eine so große Rolle spielen? Und dann bezahlen wir sogar noch dafür, bei diesem Glücksspiel zusehen zu dürfen?

Dass an dieser Annahme etwas dran ist, zeigen verschiedene Statistiken und Ereignisse, die nicht allein dem Können oder der Intuition der Spieler zuzuschreiben sind: Nehmen wir einmal einen Eckball, der so ungünstig abprallt, dass der Torhüter ihn direkt vor seinen Füßen einsammeln kann. Oder ein Spieler verliert den Ball, weil er wegrutscht – und plötzlich steht der Stürmer schon bereit. Taktik oder Zufall? Häufig wohl eher letzteres. Und ganz sicher hat der unglückliche Spieler nicht geplant, den Ball zu verlieren. Doch obwohl er vielleicht eigentlich als Meister am Ball gilt, hat er diesen nicht halten können.

Schauen wir uns außerdem Torstatistiken an, ist ähnliches zu beobachten: Während deutlich öfter aufs Tor schossen und geköpft wird, fallen beim Bundesligaspiel im Durchschnitt in etwa drei Tore. Die meisten Torversuche gehen aber daneben. Heißt dass, dass die Spieler einfach zu schlecht sind? Vielmehr ist hier einfach der Zufall am Werk, was selbst größte Statistikkritiker nicht mehr von der Hand weisen können. Auch eingefleischten Fußballfans kommt diese Theorie nun vermutlich gelegen. Lässt sich mit dem Zufall doch immerhin rechtfertigen, dass es nicht die Schuld des Lieblingsspielers war, dass der Schuss danebenging.

Mehr Tore oder Punkte bei anderen Sportarten bedeuten weniger Zufallsereignisse

Nehmen wir nun zum Vergleich Sportarten wie Handball, Hockey oder Basketball. Diese Sportarten sind dafür bekannt, dass dabei mehr Tore oder Punkte fallen als beim Fußball. Gibt es mehr Tore und Punkte, dann müssten zufällige Ereignisse seltener zu finden sein. Dass dies nicht an den Haaren herbeigezogen ist, zeigt eine Studie aus den USA: Bei beliebten Sportarten wie Basketball ist dieses Phänomen zu beobachten. Auch auf American Football oder Baseball trifft die Theorie zu.

Dem gegenüber steht die Erkenntnis, dass es beim Fußball deutlich häufiger zu Überraschungen kommt. Während die Quote für Überraschungen laut der Studie beim Basketball bei nur 36 % liegt, gewinnt beim Fußball rund 45 % Prozent ein Team, das laut der Rangliste eher als Verlierer dastehen müsste. Damit ist es beim Fußball deutlich wahrscheinlicher, dass Sie das Spielergebnis verwundern wird.

Ausgang eines Tennismatches lässt sich am ehesten vorhersagen

Beim Tennis entscheidet der Zufall nur selten. Schaut man sich den Leistungsunterschied der Spieler an, sind die Ergebnisse meist klar: Ist ein Tennisspieler nur 10 % schlechter als sein Herausforderer, dann wird er den Platz zu 95 % als Verlierer verlassen. Beim Fußball sieht das völlig anders aus. Hier ist es keine Seltenheit, dass eine eigentlich als leistungsschwach einzustufende Mannschaft den Sieg gegen ein Team aus der Bundesliga einfährt.

Fußball-Simulation bestärkt die Zufallstheorie beim Fußball

Metin Tolan simulierte Spiele der Bundesliga und kam zu dem Schluss, dass jedes Spiel vom Zufall abhängt. Außerdem endet statistisch gesehen jedes vierte Match mit einem Unentschieden. Das ist in der Profiliga tatsächlich zu beobachten – und war beim Würfelwurf-Experiment genauso zu beobachten.

Sehen wir uns die Simulation von Tolan genauer an: Wie würde eine simulierte Tabelle nach 34 Tagen aussehen, wenn alle Ergebnisse gewürfelt werden? Tatsächlich zeichneten sich bei dem Experiment ähnliche Gegebenheiten ab wie in der echten Profitabelle: Ganz oben finden wir ein Team mit größerem Vorsprung. Im Mittelfeld und am unteren Ende weist die Tabelle ebenfalls ziemliche Ähnlichkeiten mit der echten Tabelle aus der Bundesliga auf.

Tolan verfeinerte sein Zufallsmodell später noch weiter. Berücksichtigt wurden die statistische Fluktuation und unterschiedliche Mittelwerte, die sich durch verschiedene Spielstärken ergeben. Und trotzdem gibt es jede Saison Schwankungen, sodass sich am Ende Glockenkurven ergeben. Das bedeutet, dass eine stärkere Mannschaft nicht zwingend besser dastehen wird.

Vielleicht fragen wir uns in Zukunft deshalb lieber, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Profiteam die stärkste Mannschaft sein wird? Mehr als Grundwissen zur Wahrscheinlichkeitsrechnung scheint dafür nicht nötig. Für Fußballfans sicher ernüchternd, und auch für Sportwettenfans ein interessanter Ansatz: Wenn doch der Zufall entscheidet, wie soll dann eine gute Vorhersage getroffen werden? Ein Grundverständnis und generelles Wissen zu den einzelnen Teams schadet nicht, doch der Zufall ist ein Faktor, der beim Fußball nicht außer Acht zu lassen ist. Eigentlich auch ein schöner Gedanke, denn genau das lässt die Emotionen hochkochen. Und tatsächlich konnte bei der Würfelwurf-Theorie mit zufälligen Ergebnissen nicht gesagt werden, welches Team denn genau die Nase vorn haben wird. Möglich scheint beim Fußball schließlich alles!

Wenn Sie in nächster Zeit eine Sportwette abschließen möchten, dürfen Sie also auch weiterhin von Ihrem Wissen überzeugt sein. Ob Sie am Ende richtigliegen, entscheidet aber womöglich der Zufall. Auch Fachgesimpel darf für viele am Stammtisch nicht fehlen. Doch vielleicht bringen Sie beim nächsten Mal mit der Zufallstheorie eine neue Komponente ins Spiel, die Ihre Freunde und Kollegen garantiert zum Staunen bringt.

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