Spiel gewonnen, Beck verloren

Der FCM muss nach dem 3:1 Sieg bei der SGS Großaspach den nächsten Ausfall verkraften. Torjäger Beck sah die Rote Karte.

Von

Großaspach l Auch weit nach dem Abpfiff blieben Christian Beck und Kai Gehring unversöhnlich. Der FCM-Torjäger hatte in der sogenannten Mixed-Zone gerade seine Sicht auf die Dinge in der 75. Minute gegeben, als sein Gegenspieler erschien. „Er hat mir gegen das Knie geschlagen, sonst sieht das Knie nicht so aus. Eine klare Tätlichkeit“, gab Gehring zu Protokoll. Ähnlich muss die Wahrnehmung von Schiedsrichter Benjamin Bläser (Arnoldsweiler) gewesen sein, der nach kurzer Rücksprache mit seinem Linienrichter Beck vorzeitig in die Kabine schickte.

Für Beck blieb der Platzverweis auch mit etwas Abstand eine zu harte Entscheidung, wenngleich er einräumte, Gehring getroffen zu haben. „Es war unnötig. Er zieht mich am Trikot, ich hebe ganz leicht das Bein und treffe ihn am Knie. Es war aber keine Tätlichkeit, maximal eine Gelbe Karte“, sagte der mit neun Treffern mit Abstand beste Schütze des FCM. Da Referee Bläser im Spielbericht die Aktion als Tätlichkeit wertete, dürfte Beck wohl zwei bis drei Spiele fehlen – und damit im Landesderby am nächsten Sonnabend gegen den Halleschen FC. „Das ist natürlich bitter und sehr, sehr schade für mich, gerade jetzt im Derby. Das tut doppelt weh“, sagte Beck, der bisher in allen 53 Drittliga-Spielen des FCM auf dem Platz stand.

In Unterzahl brachten die Magdeburger den Auswärtssieg mit Glück und Geschick über die Runden. Nach zwei Ecken von Tobias Schwede gelang durch Steffen Puttkammer (15.) und Kapitän Marius Sowislo (20.) eine schnelle 2:0-Führung, ehe Manfred Osei Kwadwo mit einem Solo (39.) die Partie wieder spannend machte. Nach der Pause drängten die Württemberger vehement auf den Ausgleich, scheiterten aber an Torwart Jan Glinker oder dem eigenen Unvermögen. In der fünften Minute der Nachspielzeit besiegelte Jan Löhmannsröben nach lässiger Vorarbeit des eingewechselten Julius Düker mit seinem Tor den Auswärtssieg.

Trotz des Ausfalls von neun Spielern verdiente sich der FCM den Erfolg dank großer Leidenschaft. Zwar dürften gegen den HFC die in Großaspach gesperrten Niklas Brandt und Christopher Handke in den Kader zurückkehren und auch im FCM-Lazarett könnte es leichte Entspannung geben, dafür fehlt am Sonnabend der rot-gesperrte Christian Beck. „Das ist alles andere als schön. Er ist ein extrem wichtiger Spieler für uns, aber heute freuen wir uns über den Erfolg“, sagte Trainer Jens Härtel, zuvor viermal sieglos. Steffen Puttkammer, der seine Rückkehr in die Startelf mit einem Tor krönte, sagte: „,Beckus‘ ist nicht 1:1 zu ersetzen. Er ist unser Torgarant. Jetzt sind wieder andere gefragt.“ Beim 3:1-Erfolg in Großaspach hat der „zweite Anzug“ des FCM jedenfalls gepasst.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere