Sowislo nach Tor des Tages vom Platz

Marius Sowislo vom 1. FC Magdeburg avancierte trotz Platzverweis zum Matchwinner gegen den HFC.

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Magdeburg l Während seine Mitspieler noch in die warme Kabine hasteten, betrat FCM-Kapitän Marius Sowislo schon frisch geduscht die Mixed-Zone und stand den wartenden Journalisten Rede und Antwort – gut gelaunt, trotz Platzverweis. Denn dank seines verwandelten Foulelfmeters aus der neunten Minute verließ der FCM nach einer Abwehrschlacht nicht unverdient als 1:0 (1:0)-Sieger vom Platz.

Äußerlich ganz cool ging der 34-Jährige zum Punkt, schickte HFC-Keeper Fabian Bredlow in die falsche Ecke und traf zum Tor des Tages. „Zweifel habe ich nie – mein Leben lang noch nicht. Natürlich war ich mir der Verantwortung bewusst, aber der stelle ich mich gern“, sagte der Kapitän.

War der Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Patrick Ittrich nach einem Gezerre zwischen Florian Kath und Stefan Kleine-heismann aus Sicht des HFC umstritten, so sorgte die Gelb-Rote Karte (73.) für Sowislo für Diskussionen beim Club. „Der Kontakt war da, es sieht auch blöd aus, aber ich bin nicht als unfairer Spieler bekannt. Es tut mir leid, dass ich der Mannschaft die letzte Viertelstunde nicht helfen konnte. Aber sie haben das auch ohne mich sehr gut gemacht“, lobte Sowislo seine Kollegen, die nach Gelb-Rot gegen Halles Royal-Dominique Fennell (85.) in der Schlussphase wieder numerische Gleichzahl auf dem Feld erreichte.

Halles Rico Schmitt haderte nicht nur mit dem Elfmeterpfiff, hatte auch gegen den früh verwarnten Jan Löhmannsröben schon einen Platzverweis ausgemacht. „Die Schiedsrichter-Entscheidungen waren ein Skandal. Dass das Spiel durch die Spielleitung mit entschieden wird, hatte das Derby nicht verdient“, grollte der HFC-Trainer, um aber trotzdem dem FCM fair zum Derbysieg zu gratulieren.

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