Auch in der 3. Liga läuft mittlerweile die Rückrunde. In der kurzen Winterpause hatten die Spieler die Gelegenheit durchzuatmen und die Verantwortlichen konnten noch einmal Veränderungen am Kader vornehmen. Nach gut der Hälfte aller Spiele ist für die Mannschaften natürlich noch nichts entschieden, allerdings herrscht an beiden Enden der Tabelle Spannung um die wichtigen Plätze. Vor allem das Duell um den Abstieg verspricht Brisanz. Mit Magdeburg, Duisburg oder Kaiserslautern kämpfen einige Traditionsvereine um den Klassenerhalt. Wir werfen einen Blick auf den Abstiegskampf in der 3. Liga und geben einen kleinen Ausblick auf die Chancen der Involvierten.

Magdeburg hat den Abstiegskampf angenommen Während vor der Saison im Umfeld des 1. FC Magdeburgs noch zarte Hoffnungen keimten, dass man in Zukunft wieder um den Aufstieg mitspielen könnte, muss nach der Hälfte der Spielzeit einer anderen Realität ins Auge geblickt werden. 18 Punkte und acht Niederlagen bedeuteten zum Ende der Hinrunde Platz 18. Vor allem in der Offensive lief es bisher nicht wie erhofft. Deshalb wurde in der „Winterpause“ auch auf dem Transfermarkt nachgelegt. Unter anderem konnten Nico Granatowski sowie Saliou Sané verpflichtet werden. Nun muss der FCM in der Rückrunde ein anderes Gesicht als noch in der ersten Hälfte zeigen – das gilt insbesondere auch für Trainer Thomas Hoßmang, der schon in der Hinrunde einige Male angezählt wurde. Allerdings sollte mittlerweile allen Beteiligten klar sein, dass es von nun an um den Klassenerhalt geht.

Auch die Zebras stehen unten drin

Mit dem MSV Duisburg steht auch ein weiterer Traditionsverein nach der Hinrunde gehörig unter Druck. Gut ein Jahr ist es her, dass die Zebras als Herbstmeister an der Spitze überwinterten. Doch nach dem verpatzten Aufstieg läuft es in der aktuellen Saison bislang noch gar nicht. Der 1:0-Erfolg gegen Meppen am letzten Hinrundenspieltag war erst der vierte Saisonsieg. Dementsprechend steht auch der MSV derzeit auf einem Abstiegsplatz. Im Gegensatz zum 1. FC Magdeburg haben die Verantwortlichen in Duisburg allerdings bereits die Notbremse gezogen und Trainer Thorsten Lieberknecht entlassen. Doch auch unter dem neuen Mann an der Seitenlinie, Gino Lettieri, läuft es noch nicht wirklich rund. Zwei Niederlagen zum Jahresbeginn haben die Euphorie nach drei ungeschlagenen Spielen in Folge direkt wieder zunichte gemacht. Auch die Zebras spielen den Rest der Saison gegen den Abstieg.

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Können die Roten Teufel sich erneut retten?

Eigentlich sollte es in dieser Saison endlich wieder in die 2. Liga gehen. Nachdem im Sommer nahezu der gesamte Kader umgekrempelt wurde, starteten die Roten Teufel mit großen Ambitionen in die Saison. Diese wurden allerdings direkt zum Auftakt gedämpft. Die beiden Niederlagen zu Saisonbeginn kosteten Boris Schommers bereits nach zwei Spieltagen den Job. Auch im Pokal war in der 1. Runde gegen Jahn Regensburg Schluss. Der Zweitligist steht mittlerweile zwar im Achtelfinale, gilt einer DFB Pokal Quote von 151,00 (Stand: 28. 01) allerdings nur zu den Außenseitern auf den Pokal. Dafür konnte sich der 1. FCK dann allerdings auf die Liga konzentrierten. Am 9. Spieltag durften die Fans endlich den ersten Dreier der Saison bejubeln. Mit zwei Unentschieden zum Ende der Hinrunde steht der FCK zur Hälfte der Saison trotzdem nur auf einem Abstiegsplatz. Eigentlich gibt der Kader viel mehr her, doch jetzt ist auch für die Roten Teufel (wieder einmal) Abstiegskampf angesagt.

Eine Achterbahnfahrt in den Keller

Die Saison des VfB Lübeck gleicht bislang einer wahren Achterbahnfahrt. Allerdings befindet sich diese derzeit auf dem Tiefpunkt. Auch die Fans der Hansestädter mussten sich lange bis zum ersten Saisonerfolg gedulden. Mit dem Sieg über Viktoria Köln am 8. Spieltag wurde eine vier Spiele andauernde Siegesserie eingeleitet, welche den Verein von ganz ins Mittelfeld spülte. Seitdem wartet die Mannschaft allerdings auf einen Sieg. Zum Ende der Rückrunde bedeutete dies sieben sieglose Spiele in Folge. Für Lübeck heißt es nun kämpfen. Zwar trägt man derzeit die rote Laterne, allerdings ist im Tabellenkeller noch alles recht nah zusammen. Bis zum rettenden Platz 16 sind es momentan „nur“ vier Punkte. Trotzdem muss die Mannschaft von Trainer Rolf Landerl noch einmal eine Siegesserie wie in der Hinrunde hinlegen.

Noch ist für die Teams im Tabellenkeller genug Zeit, das Ruder herumzureißen. Die enge Konstellation verspricht einen packenden Abstiegskampf in der 3. Liga. Schaffen die Traditionsmannschaften den Klassenerhalt oder geht es herunter in den Amateurfußball? Eines steht fest – es wird spannend in der 3. Liga!

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