Von Dennis Uhlemann ›

Wie schon zu Beginn der Drittliga-Saison ist Luka Sliskovic vom 1. FC Magdeburg wieder einer der Hoffnungsträger. Auch gegen Mannheim?

Magdeburg l Viele FCM-Fans werden vor den Fernsehern hochgeschreckt sein, als Sebastian Mielitz am Dienstagabend seine Grätsche gegen Luka Sliskovic auspackte. Beim 4:2-Sieg des 1. FC Magdeburg in der Domstadt sorgte das Foulspiel des Keepers von Viktoria Köln für Aufsehen. Unglücklich aus FCM-Sicht: Es gab für die Aktion keine Rote Karte, nicht einmal Gelb. Glücklich aus FCM-Sicht: Sliskovic kam unbeschadet aus der Szene.

Dusel in der 70. Minute

Denn einen erneuten Rückschlag hätte der 1,80 Meter große Offensivmann nun wahrlich nicht gebrauchen können, kam er doch gerade erst von einer gut dreimonatigen Verletzungspause zurück. In dieser Szene in der 70. Minute im Sportpark Höhenberg hat der Angreifer aber „nicht an die Verletzung gedacht“, wie er berichtet. Diesen Einsatz benötigt der Drittletzte der 3. Liga in den verbleibenden zwölf Spielen. Zum Kampf um den Klassenerhalt will auch Sliskovic nun wieder entscheidend beitragen.

Seit sich der Österreicher Ende November beim 1:0-Sieg in Zwickau eine Muskelverlezung zugezogen hatte, holten die Magdeburger in zwölf Spielen lediglich magere neun Punkte. Bei seinem Comeback gab es gleich wieder einen Sieg. Für das Team „eine große Erleichterung“, beschreibt es Sliskovic. „Für mich persönlich ist es auch ein Topgefühl, nach so langer Pause wieder dabei zu sein und gleich drei Punkte mitzunehmen.“

Kurzfristig im Kader

Dass er gegen Viktoria überhaupt im Kader stand, kam erst recht kurzfristig zustande. Im Aufgebot für die beiden Auswärtsspiele in Wiesbaden und Köln stand er zunächst nicht. Für die zweite Partie der englischen Woche ließ FCM-Coach Christian Titz ihn aber – genau wie Saliou Sané – nachkommen. „Er war lange verletzt. Für ihn ist es wichtig, dass er Spielpraxis bekommt“, begründet der Trainer. „Er ist ein Spieler, der mit seinen Eins-gegen-eins-Situationen den Unterschied ausmachen kann.“

Auch beim morgigen Heimspiel (14 Uhr, MagentaSport) gegen den SV Waldhof Mannheim? Zumindest klingt es so, als könnte der 25-Jährige ein wichtiger Baustein im Titz-System werden. Ob es bei der Mission, gegen den Tabellenzehnten aus Mannheim den zweiten Sieg in Folge einzufahren, schon für die Startelf reicht, ist aber noch offen. Sliskovic: „Ich bin noch nicht ganz auf dem Niveau vor meiner Verletzung, aber ich arbeite hart daran.“

Warten auf das erste Tor

Der flexible Offensivmann, der im Sommer vom Schweizer Zweitligisten FC Winterthur kam, wartet bei zwei Vorlagen für den FCM weiter auf sein erstes Pflichtspieltor in Blau-Weiß. „Ich werde mein Bestes geben, um weitere Scorerpunkte zu sammeln“, sagt Sliskovic.

Gesundheit das Wichtigste

In der Anfangsphase der Saison begeisterte der Linksfuß mit kroatischen Wurzeln die Fans mit seiner Schnelligkeit, seinem Dribbling und seinen Standardqualitäten. Er war einer der, wenn nicht der große Hoffnungsträger. Und ist es nun erneut – zum zweiten Mal in dieser Saison. Und auch wenn Sliskovic seinen Teil zum Klassenerhalt beitragen möchte, betont er nach seiner Leidenszeit: „Am wichtigsten ist es, gesund zu bleiben.“

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