Nach nur einem Punkt im Jahr 2018, steht der 1. FC Magdeburg im Heimspiel gegen Münster unter Druck.

Von
Manuel Holscher

Magdeburg l Bei der Pressekonferenz am Donnerstag geriet FCM-Trainer Jens Härtel geradezu ins Schwärmen, als er über den kommenden Gegner Preußen Münster sprach. „Münster tritt im Jahr 2018 mit einem ganz anderen Gesicht auf. Sie spielen viel aktiver und sind aggressiver gegen den Ball“, sagte er. „Außerdem wechseln sie immer mal die Grundordnung sowie das Personal. Momentan funktioniert es und sie schießen viele Tore.“

Münster in Topform

Die Preußen gewannen zuletzt gegen Würzburg (1:0), Erfurt (5:0) und in Bremen (4:2). Im Dezember übernahm Marco Antwerpen das Traineramt von Benno Möhlmann und leitete den Aufschwung ein. „Mit Münster kommt die Mannschaft der Stunde nach Magdeburg, das Team hat einen Lauf“, betonte Kapitän Marius Sowislo, der von 2006 bis 2009 das Preußen-Trikot trug.

Der Zeitpunkt dieses Laufes kommt für den FCM zu einer ungünstigen Zeit. Im Jahr 2018 passt es beim Tabellenzweiten bisher noch nicht. Nur ein Punkt aus drei Partien und ein zusammengeschmolzener Vorsprung von zehn auf vier Zähler auf Wehen Wiesbaden stehen zu Buche. „Es ist momentan eine sensible Phase. Wir müssen die Ergebnisse kritisch aufarbeiten, dürfen aber nicht alles schlechtreden. Das, was zuvor noch aus dem Umfeld gelobt wurde, kann innerhalb von drei Wochen nicht einfach weg und schlecht sein“, sagte der Kapitän, der zuletzt gegen Meppen und in Würzburg eingewechselt wurde. „Wir müssen gegen Münster erst mal die Null halten, vorne sind wir immer für ein Tor gut. Dann werden wir auch wieder den FCM sehen, den wir alle gewohnt sind.“

Der Kader habe sich nicht verändert, das Team müsse sich als verschworener Haufen präsentieren. „Mit Kampf und Leidenschaft wollen wir uns die Erfolgserlebnisse holen und kleine Schritte nach vorne machen“, ergänzte der 35-Jährige.

Mentale Verfassung wichtig

In der momentanen Phase spielt die mentale Verfassung eine wichtige Rolle. Trainer Härtel führte deshalb zuletzt einige Einzelgespräche. „Es geht dabei um kritische Analysen, aber auch um positive Aufbauarbeit. Wir haben immer noch eine gute Ausgangsposition. Wir wissen, dass wir schlecht gestartet sind, sind uns aber auch bewusst, dass wir es deutlich besser können“, sagte der Coach. Um wieder an die alte Leistungsstärke heranzukommen, gelte es, die Köpfe frei zu bekommen. „Daran arbeiten wir“, so Härtel.

Gespräche werden auch innerhalb der Mannschaft geführt. Sowislo, als Kapitän Teil des Mannschaftsrates, stellte klar, dass die Kommunikation im Team stimme. „Wir sprechen immer viel miteinander, wenn es gut oder schlecht läuft. Wir versuchen auch, viele Dinge in Eigenregie zu lösen. Der Trainer hat schon genug um die Ohren. Man läuft nicht wegen eines Problems immer gleich zur Mutti“, sagte der Mittelfeldspieler.

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