Zehn Minuten benötigte der 1. FC Magdeburg gegen die Würzburger Kickers: Durch die Treffer von Schwede (7.) und Weil (10.) erzielte die Härtel-Elf ihre beiden Treffer, die zum Sieg über Würzburg (2:1) genügen sollten. Magdeburg legte somit eine makellose englische Woche hin. Die Würzburger warten nach ihrem Zweitligaabstieg auch in der 3. Liga noch auf ihren ersten Sieg im Kalenderjahr 2017.

„In dieser Liga werden Fehler bitter bestraft“, lautete die sachlich-nüchterne Analyse des Würzburg-Trainers Stephan Schmidt nach der 1:2 Niederlage in Magdeburg. Erst leistete sich Innenverteidiger Anthony Syrhe einen sträflichen Ballverlust, den Tobias Schwede zur frühen Führung der Magdeburger nutzte (7.). Keine zwei Minuten später versuchte Sebastian Neumann einen Ball zu klären, erwischte aber Gegenspieler Philip Türpitz. Den fälligen Elfmeter verwandelte Richard Weil zum 2:0 (10.).

Ein Start nach Maß für Magdeburg, einer zum Vergessen für die Kickers aus Würzburg. „Unser Matchplan war nach 15 Minuten zerschossen“, sagte Schmidt auf der Pressekonferenz nach der Begegnung. Der seines Gegenübers Jens Härtel ging hingegen auf. Das Ballbesitzspiel der Würzburg stelle „Chance und Risiko“ dar, erklärte Härtel. „Wir haben unsere Chance genutzt“, so der Magdeburg-Coach weiter.

„Es geht nicht um eine gute Spielanlage, sondern um Punkte“, haderte Schmidt derweil mit seinen Würzburgern. Diese lieferten aber, nachdem sie sich gefangen hatten, „eine sehr, sehr gute zweite Hälfte“ ab, wie Schmidt befand. Lediglich die Durchschlagskraft habe seiner Mannschaft gefehlt. Durch den Anschlusstreffer durch Enis Bytyqi (80.) kam nochmal Spannung auf. Schmidt erklärte es mit „der nötigen Cleverness“, Härtel mit „Glück, Geschick und Leidenschaft“, dass Magdeburg den Sieg über die Zeit brachte.

Schmidt resümierte aus Sicht der Unterfranken schließlich „eine unbefriedigende englische Woche mit nur einem Punkt“. Außerdem warten die Kickers weiterhin auf den ersten Sieg im Kalenderjahr 2017. Nächste Chance diesen einzufahren hat das Schmidt-Team nun am Samstag (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker.de) im DFB-Pokal gegen Werder Bremen. Aufgrund der Lärmschutz-Bestimmungen müssen die Würzburger für das Pokalspiel nach Offenbach umziehen. In der Liga geht es gegen Hansa Rostock weiter.

Härtel und die perfekte Woche

Bei Magdeburg sieht die Situation nach drei Siegen aus der englischen Woche ganz anders aus. „Es ist perfekt gleufen – wir haben neun Punkte gesammelt“, erklärte Härtel auf der Pressekonferenz. Der 48-Jährige bemerkte aber auch, dass die vielen Pflichtspiele Kraft gekostet haben. Er gestand sich gar selbst ein, zu wenig rotiert zu haben. Nun bleibt dem 1. FCM allerdings eine kurze Pause, bis es am Sonntag (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) im DFB-Pokal gegen Bundesligist Augsburg weitergeht. In der Liga trifft das Härtel-Team als nächstes auf Preußen Münster.

kon

 

quelle : Kicker

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