Für Felix Schiller vom Drittligisten 1. FC Magdeburghätte die Situation im Derby beim Halleschen FC kaum schwieriger sein können.

Magdeburg l Der FCM-Abwehrspieler wurde in der 35. Minute für Tobias Schwede eingewechselt. Trainer Jens Härtel wollte wegen der bis dahin erschreckend schwachen Leistung der Mannschaft ein Zeichen setzen.

Verunsicherte Mannschaft

„Sicherlich will man immer spielen. In dieser Situation wäre es mir aber schon lieber gewesen, ich wäre nicht reingekommen und wir führen zur Halbzeit mit 3:0“, sagte Schiller. „Es ist immer schwierig, in einer solchen Situation eingewechselt zu werden, bei einer solchen Atmosphäre und wenn die Jungs ein bisschen verunsichert sind. Wir hatten Benjamin Pintol zu viel Platz gelassen. Ich hoffe, dass ich dem Team in der zweiten Halbzeit Stabilität geben konnte.“

Das gelang dem Innenverteidiger, der die Position von Nico Hammann übernahm, der auf die linke Abwehrseite rückte, durchaus eindrucksvoll. Für Schiller war es das erste Mal seit dem 1:2 bei Fortuna Köln zum Rückrundenauftakt, dass er nach seiner Rückenverletzung wieder länger auf dem Rasen stand. Zuletzt in Rostock (sieben Minuten) und gegen Großaspach (eine) wurde er durch Kurzeinsätze wieder ein bisschen herangeführt.

Sowislo lobt Schiller

Unter diesen extremen Bedingungen und aufgrund der schwachen Vorstellung des FCM war der 27-Jährige aber gleich voll gefordert. „Felix hat Emotionen auf den Platz gebracht“, lobte Kapitän Marius Sowislo nach der Partie.

Schiller betonte, dass nach einer Partie, in der kurz vor Schluss fast noch das 2:1 für den FCM durch Sowislo gefallen wäre (siehe Haupt-Story) die Enttäuschung zunächst überwog, die positiven Ansätze aber mitgenommen werden müssen. „Wir haben das Spiel schließlich fast noch gedreht“, sagte er.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.