Die Nachricht, dass Felix Schiller den 1. FC Magdeburg am Saisonende verlassen wird, haben viele Fans kaum glauben können.

Von
Manuel Holscher

Magdeburg l Seit 2012 ist der Abwehrspieler in Magdeburg und wurde in dieser Zeit zum Publikumsliebling.

„Mir hat die Planungssicherheit gefehlt. Irgendwann musste ich für mich eine Entscheidung treffen“, sagt Schiller, der bisher 99 Spiele für den Club bestritt. „Mir ist es überhaupt nicht leicht gefallen, mein Herz blutet. Der FCM war sechs Jahre mein Verein, für den ich mich zerrissen habe. Es ist deshalb schwierig, aber ich muss auch schauen, wo ich am Ende bleibe.“

Kallnik wollte Gespräch am Freitag

FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik betont in diesem Zusammenhang, dass er am kommenden Freitag mit Schillers Berater eigentlich ein finales Gespräch zur Vertragssituation führen wollte. „Daraufhin hat der Berater mir gesagt, dass Felix das nicht möchte, weil er Planungssicherheit brauche“, sagt er. „Wirtschaftlich waren die Dinge besprochen, entscheidend ist für uns die sportliche Ausrichtung gewesen. Wir hatten dazu gesagt, dass wir noch keine verbindliche Aussage treffen konnten und deshalb noch die kommenden Tage abwarten wollten.“

Schiller stellt klar, dass es ausreichend Zeit gegeben hätte. „Es zieht sich seit vier Monaten, dass eine zeitnahe Entscheidung angekündigt wird“, betont er. „Für mich war der Punkt erreicht, dass ich mir etwas Neues suchen muss, wenn der Verein nicht sagen kann, ob er mit mir planen kann.“

Schiller hätte gerne verlängert

Der 28-Jährige, der nach seinem Musekelfaserriss gestern wieder ins Training eingestiegen ist, betont, dass er gerne in Magdeburg verlängert hätte: „Ich wollte unbedingt bleiben, das habe ich auch immer so geäußert. Ich bin traurig, dass ich gehe. Ich werde aber bis zur letzten Minute alles für den Verein geben. Bedanken möchte ich mich bei den FCM-Fans für die unglaubliche, jahrelange Unterstützung. So etwas werde ich wahrscheinlich nicht noch einmal erleben.“

Die Entscheidung, wo Schiller hingeht, ist unterdessen noch offen. „Es liegen Anfragen vor, ich habe mich aber noch nicht entschieden“, sagt er. „Ich muss hinter einer Sache stehen, wenn ich etwas Neues mache. Nur dann kann ich so agieren, wie ich es beim FCM gemacht habe.“

Dass er seinen Abschied am Freitagabend vor dem KSC-Spiel via Instagram andeutete, hat für Schiller einen klaren Hintergrund. „Es musste einfach raus. Es sollte klar sein, dass ich eine Entscheidung getroffen habe, hinter der ich stehe“, sagt er.

Eine Antwort zu “Schiller bedauert Abschied vom FCM”

  1. Werner Schöttig sagt:

    Schade, wenn er gehen sollte. Ich werde sein Tor in Offenbach nie vergessen, auch nicht seinen unbändigen Einsatzwillen.

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