Auf ein solches Debüt im Trikot des Drittligisten 1. FC Magdeburg hätte Steffen Schäfer sicher verzichten können.

Von
Manuel Holscher

Magdeburg l Der 23-Jährige bestritt sein erstes Spiel für den Club beim 1:4 zum Saisonauftakt bei der SG Sonnenhof Großaspach. Es ist noch eine offene Rechnung, die er mit dem FCM gerne begleichen möchte.

Schäfer feierte beim FCM einen Blitzstart. Anfang Juli wurde er, der in der vergangenen Saison mit dem FSV Frankfurt aus der 3. Liga abstieg, während des Sommer-Trainingslagers in Wesendorf (Niedersachsen) verpflichtet, Ende Juli stand er zum Saisonauftakt wegen der Sperre von Felix Schiller gleich in der Startelf.

Sonntagsschüsse bei der SG Sonnenhof

Sein Debüt hatte er sich aber sicherlich ganz anders vorgestellt. Der Club unterlag mit 1:4 und kassierte dabei mindestens zwei „Sonntagsschüsse“. „Im ersten Moment habe ich an meine Zeit in Frankfurt gedacht. Es war aber klar, dass nicht jede Partie so laufen wird“, sagt Schäfer. „Das Ergebnis hat auch nicht unsere Leistung widergespiegelt. Wir wissen jetzt aber, wo wir ansetzen und was wir besser machen müssen. Deshalb bin ich für das Spiel am Sonnabend optimistisch.“

Für den gebürtigen Kölner lief es doppelt schlecht, weil er sich in der Partie am Oberschenkel verletzte und danach erst mal außen vor war. „Es war anfangs nicht so einfach, weil ich mich nach der Verletzung erst wieder herankämpfen musste. Als ich in der Mannschaft war, lief es aber immer besser“, sagt er.

Immer über 90 Minuten

Und wie es für ihn lief: Seit dem neunten Spieltag, dem 1:0 gegen Paderborn, bestritt Schäfer alle Drittligapartien über 90 Minuten und war auf der linken Abwehrseite in der Dreierkette gesetzt.

Abgesehen vom Großaspach-Spiel kassierte der Club mit ihm in der Startelf nur zwei Niederlagen, verbuchte zudem ein Unentschieden und feierte beachtliche acht Siege. Außerdem kassierte Magdeburg in diesen Spielen nur acht Gegentreffer.

Es geht um den letzten Eindruck

Dem Duell mit Großaspach kommt aber nicht nur wegen der Hinspiel-Niederlage eine besondere Bedeutung zu. „Wir wollen das Jahr gut abschließen und natürlich dann, wenn es im Januar wieder losgeht, mit einem positiven Gefühl starten“, sagt Schäfer, der über die Weihnachtstage in die Heimat nach Köln fährt.

Dass jetzt die Winterpause vor der Tür steht, sieht der Defensivspieler trotz des momentanen Laufes positiv. „Als Spieler kommt eine solche Pause, auch wenn es nur zwei Wochen sind, trotz der Erfolge gelegen“, betont er. „Wir wollen davon unabhängig unseren Lauf auch im neuen Jahr fortsetzen. Klar ist aber auch, dass wir in der Rolle des Gejagten sind, nur noch verlieren können und alle die Favoritenrolle zu uns schieben werden. Wir können damit aber umgehen.“

Schäfer wechselt die Seite

Gegen Großaspach wird Schäfer vermutlich von der linken auf die rechte Abwehrseite wechseln, da er mit seiner Schnelligkeit den wendigen Joseph-Claude Gyau in Schach halten soll. „Ich bin Rechtsfuß, dann kann ich auf der rechten Seite vielleicht auch noch ein paar Bälle mehr nach vorne spielen. Ich bin da flexibel“, versichert er.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.