Schäfer ist beim FCM der Ruhepol

Steffen Schäfer ruht in sich – auf und neben dem Platz. Zuletzt lief er beim 1. FC Magdeburg als Abwehrchef auf.

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Magdeburg l Das Ruhige liegt in seinem Naturell. Und Steffen Schäfer will und kann es auch auf dem Platz nicht ablegen. Warum auch? „Einen kühlen Kopf zu bewahren, ist überall ganz gut. Deshalb kommt mir meine Art auch im Spiel zugute. Und manchmal kann ich es auch auf meine Mitspieler übertragen, was sich dann auch positiv auswirkt“, sagt Steffen Schäfer und schmunzelt.

Nein, er ist nicht so laut wie Dennis Erdmann oder Björn Rother, die ihren Emotionen auf dem Spielfeld freien Lauf lassen. Schäfer könnte man leicht übersehen. „Ich bin kein Spieler, der auf dem Platz durchdreht oder Wortführer ist. Ich bin eher jemand, der viel analysiert und genau beobachtet“, meint er. Und der stets souverän agiert.

Position nicht überbewerten

Zuletzt tat er das vor der Länderspielpause gegen Jahn Regensburg in der Position des Abwehrchefs. Ungewohnt, weil „es das erste Mal seit sehr, sehr langer Zeit war, dass ich da gespielt habe“. Aber dennoch eine Rolle, die er sich zutraut. „Ich würde auf jeden Fall nicht nein sagen, wenn es so kommen sollte“, sagt Schäfer.

Nur der ganze Trubel, der um diese Position gemacht wird, ist ihm etwas zuwider. „Die Medien interpretieren meiner Meinung nach etwas zu viel in diese Rolle hinein. Überall steht immer: ‚Abwehrchef, Abwehrchef.‘ Als wärst du etwas Tolles“, stellt Schäfer klar, „aber schlussendlich ist es ja immer noch eine Position wie jede andere auch. Nur, dass man eben in der Abwehr am meisten zu sagen hat, das trifft sicherlich zu.“

Mehr Ballbesitz im FCM-Spiel

Der 24-Jährige ist derzeit nicht der Einzige, der lediglich vage Andeutungen äußert, wenn es um künftige Einsatzzeiten geht. Denn wer unter Neu-Trainer Michael Oenning wo aufläuft, ist bis Freitag noch völlig offen. Für Schäfer aber kein Grund, sich verrückt zu machen. „Ich weiß, was ich kann. Deswegen gibt es keinen Grund, nur wegen des Trainerwechsels zu denken, dass jetzt gar nichts mehr klappt. Ich muss mich im Training weiter anbieten und zeigen. Und dann lassen wir uns überraschen, wie es von der Aufstellung her ausgeht.“

Im besten Fall hat Schäfer, wenn er wieder in der Zentrale auflaufen sollte, noch etwas öfter den Ball am Fuß. „Gegen Regensburg war es leider so, dass wir ziemlich wenig mit Ball gespielt haben, ihn wenig in unseren Reihen hatten. Ich fühle mich aber wohler, wenn ich den Ball am Fuß habe. Deshalb war es für mich gerade in diesem Spiel ein komisches Gefühl.“

Siege bringen Sicherheit

Den Ball auch mal für längere Zeit in den eigenen Reihen halten – das will auch FCM-Trainer Oenning voranbringen. „Pass- und Positionsspiel war ein Schwerpunkt in der ersten Woche. Den Ball laufen lassen. Wir wollen alles daran setzen, dass wir das gegen Fürth gut umsetzen“, berichtet Schäfer.

Die letzten Ergebnisse haben nicht gerade zur Sicherheit der Spieler beigetragen. „Mit der Dauer, wenn die positiven Ergebnisse fehlen, denkt man über manche Aktion einmal mehr nach“, erzählt Schäfer. Zum Beispiel, den riskanteren Pass lieber nicht zu spielen, „weil du sonst vielleicht einen Fehlpass riskierst“. Vor allem durch Erfolge könnte das abgestellt werden. „Das wäre natürlich nicht so, wenn wir mal drei Siege in Folge hätten“, bestätigt Schäfer.

Vielleicht gelingt mit Schäfer als Ruhepol in den Reihen des FCM gegen Fürth ja der Auftakt einer Siegesserie.

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