Fußball-Regionalliga Aufmunternde und mahnende Worte bei der FCM-Mitgliederversammlung
Von Uwe Tiedemann

   Magdeburg

So verlief schon lange keine Mitgliederversammlung des 1. FC Magdeburg mehr. Seitens der der 210 Anwesenden gab es keinen einzigen Wortbeitrag oder Kritikpunkt, so dass nach knapp 50 Minuten schon wieder alles erledigt war. Vielleicht lag es auch daran, dass zuvor sowohl Präsident Peter Fechner als auch der Aufsichtsrats-Vorsitzende Lutz Petermann mit aufmunternden, aber auch mahnenden Worten den „Nerv“ der Mitglieder getroffen hatten.    Für 2013/14 hob Fechner den guten zweiten Platz, die zurückgewonnene Heimstärke und den Landespokalsieg hervor, betonte, dass der Stabilisie rungsprozess fortgesetzt werden konnte. Der 59-Jährige ließ aber auch nicht unerwähnt, „dass der Abstand zum späteren Meister Neustrelitz schon frühzeitig so groß war, dass das Zuschauerinteresse zwangsläufig nachließ“. Ferner belasteten Mehraufwendungen im Spielbetrieb, Pokal- und Leistungsprämien, Strafen, Ausgaben für Sicherheitspersonal und weniger Sponsoreneinnahmen das Budget, so dass der Kapitalfehlbetrag nur um 28•000 Euro auf rund 112•000 Euro abgebaut werden konnte.    Aufgrund weiterer Belastungen durch die Stadion- und Sportmarketing GmbH (207•000 Euro) belaufen sich die roten Zahlen auf rund 320•000 Euro. Fechner äußerte sich jedoch sehr zuversichtlich, „dass es uns gelingt, den Schuldenabbau bis zum Ende der Saison 2014/15 auf deutlich unter 300•000 Euro zu senken“. Die bisher vorliegenden Zahlen seien allemal vielversprechend.    Ähnlich äußerte sich Petermann, der dabei wie immer kein Blatt vor den Mund nahm. Der 50-Jährige nannte den zu Saisonbeginn vollzogenen Trainerwechsel (Jens Härtel für Andreas Petersen) „zwingend notwendig“, machte deutlich, dass zwar mehr Kompetenz im sportlichen Bereich nötig, aber derzeit kein Thema sei (Stichwort hauptamtlicher Sportdirektor), lobte die Auftritte gegen Augsburg, Leverkusen und Jena, bemängelte aber den erneut großen Abstand zur Spitze. 2013/14 waren es zwölf, derzeit sind es acht Punkte.    Bei den durchaus ernst gemeinten, aber mitunter locker-launig vorgetragenen Ausführungen des Ehrenrats-Vorsitzenden Klaus-Dieter Runge wurde sowohl applaudiert als auch gelacht. Runge hob u.a. die Arbeit von B-Jugendtrainer Marco Kurth hervor, erinnerte nochmals an die „Weltklasseleistung“ von Torhüter Matthias Tischer beim 3:0-Triumph im Landespokalfinale 2013/14 gegen den HFC und berichtete vom Treffen mit dem Elferrat, dem aus elf Personen bestehenden obersten Gremium des Fan-Rates, an dem auch „zwei charmante Damen“ teilgenommen hätten …

3 Antworten zu “Rückstand auf Rang eins wieder zu groß”

  1. Aerolith sagt:

    klingt so, als ob wir zu nem karnevalsverein geworden wären. fehlen bloß noch die ausgeteilten klatschpappen beim passieren der stadiontore.

  2. Detlef Hartmann sagt:

    Ich betrachte das Auftreten der Mitglieder in der MV ehr als Wackeldackel auf der Hutablage. Egal welche Richtung das Auto fährt es wird immer mit dem Kopf gewackelt. Da ich kein Wackeldackel mehr sein will habe ich die Konsequenzen gezogen!

  3. BerlinerFCMfan sagt:

    JA STIMMT. KLINGT WIE BEIM TAUBENZUECHTER VEREIN.
    Mann sollte mal KAMPFANSAGEN machen. Verdammte scheiße, was sind 8 punkte??? Das sind nichtmal 3 spiele.Also WEITERHIN arsch aufreissen.kaempfen.glauben.siegen.aufsteigen…….anders kann es nicht gehen, anders kann es NIE gehen..Bis zum letzten Spieltag KAEMPFEN KAEMPFEN KAEMPFEN

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere