Björn Rother hat sich beim 1. FC Magdeburg nach durchwachsenen Wochen im Jahr 2018 wieder in den Vordergrund gespielt.

Von
Manuel Holscher

Magdeburg l Zuletzt in Paderborn überzeugte der Mittelfeldspieler und dürfte auch am Sonntag (14 Uhr, MDCC-Arena) gegen den VfR Aalen gesetzt sein.

Das Topspiel in Paderborn (1:1) war eine Partie, wie sie Rother mag. „Es ging hin und her mit vielen Torchancen. Das hat mich ein bisschen an englischen Fußball erinnert“, sagt er. „Paderborn hat nicht nur mit langen Bällen das Mittelfeld überspielt, sondern oft flach und das Dribbling gesucht.“

Zweikampfstark und aktiv

Somit stand Rother häufig im Mittelpunkt und war gefordert. Der 21-Jährige konnte seine Zweikampfstärke und seine öffnenden Pässe gut einbringen. Für den Sieg reichte es beim FCM am Ende aber trotz der besseren Chancen nicht. „Ich habe in der Nacht nach dem Spiel nicht so viel geschlafen und an jede Szene gedacht, in der noch ein Tor hätte fallen können“, sagt er. Trainer Jens Härtel baute in den vergangenen Tagen deshalb auch Torabschlüsse ins Training ein. „Uns ist ein bisschen die Effektivität abhanden gekommen“, sagt der Trainer. „Mehr Tore bedeuten mehr Punkte. Immerhin hatten wir aber die Chancen.“

Mit der Leistung von Rother war er unterdessen zufrieden. „In Paderborn hat Björn so gespielt, wie wir ihn sehen wollen. Er war sehr diszipliniert und aktiv“, lobt der Coach.

Zweimal komplett auf der Bank

Nachdem der Neuzugang von Werder Bremen II Monate in der Startelf war, musste er sich im Jahr 2018 zwischenzeitlich aber mit einer ungewohnten Rolle anfreunden. In Würzburg und zu Hause gegen Münster blieb er 90 Minuten auf der Bank, das Gastspiel beim Ex-Verein Bremen verlief durchwachsen, außerdem holte er sich noch seine zehnte Gelbe Karte und damit eine Sperre in Rostock ab. „Es ist nicht ungewöhnlich, dass es mal eine Phase gibt, in der es nicht so läuft. Wichtig ist, dass ich weiter an mich geglaubt habe. Der Trainer hatte ein gutes Fingerspitzengefühl, hat mich mal zur Seite genommen und mit mir darüber gesprochen, was besser werden muss“, sagt Rother rückblickend. „In der Situation will man vielleicht gar nicht einsehen, dass man diese Phase hat, aber ich glaube, dass ich gut aus der Situation rausgekommen bin und wieder wie in der Hinrunde spielen kann.“

Nach seiner Leistung in Paderborn dürfte der Spieler mit der Rückennummer 6 auch am Sonntag (14 Uhr) zu Hause gegen den VfR Aalen von Beginn an auflaufen. „Aalen ist eine sehr routinierte Mannschaft“, betont Rother. Mit dem Druck, diesmal klarer Favorit zu sein, geht er gelassen um. „Die Erwartungen sind immer hoch. Wir geben alles dafür, dass uns ein Sieg gelingt. Es kommt aber auch darauf an, wie eine Partie läuft“, sagt der Mittelfeldspieler.

Wiedersheen mit Ex-Mitspieler

Besonders freut er sich auf das Wiedersehen mit Torben Rehfeldt, mit dem er in Bremen zusammenspielte. „Die Freundschaft muss dann jetzt aber mal 90 Minuten pausieren“, kündigt Rother an.

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