Bundeskanzlerin Angela Merkel (65) und die Ministerpräsidenten der Länder verkündeten am Mittwoch, dass der Spielbetrieb in der 1. und 2. Bundesliga ab der zweiten Maihälfte wieder möglich ist.
Damit steigen die Chancen, dass auch die 3. Liga ihren Spielbetrieb mit Geisterspielen wieder aufnehmen kann!
DFB-Präsident Fritz Keller (63): „Die Entscheidung ist ein Vertrauensbeweis der Gesundheitsbehörden und der Politik, für den wir dankbar sind. Es ist ein erster Schritt, Sport wieder sichtbar stattfinden zu lassen, der Hoffnung darauf macht, dass der Fußball sukzessive wieder in den Alltag der Menschen zurückkehrt, wenngleich zunächst via Fernseh-Übertragungen in die Wohnzimmer.“
Keller geht davon aus, dass diese Öffnung „unter dem Aspekt der Gleichbehandlung“ auch die vom DFB organisierte 3. Liga, die Frauenbundesliga sowie der DFB-Pokal fortgesetzt werden.

Doch die Fortsetzung der 3. Liga bleibt weiter völlig offen! Besonders, nachdem die Drittliga-Spielbetriebsfreigabe in die Hände der Bundesländer gelegt wurde. Denn die entscheiden offenbar genauso uneinig wie die Drittligaklubs selbst.
Während Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmar (44/CDU) sich am Mittwochabend öffentlich nicht gegen eine Fortsetzung stellte, schob Sachsen-Anhalt den Riegel für den 1. FC Magdeburg und den Halleschen FC vor.
Nach einer Video-Konferenz von Ministerpräsident Reiner Haselhoff (66/CDU) mit HFC-Boss Jens Rauschenbach (51) und FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik (45), die als Befürworter eines Liga-Abbruchs gelten, stand fest: Jeglicher Wettkampfbetrieb im Land bleibt bis zum 27. Mai untersagt!

Die Folge: Sowohl FCM, als auch der HFC werden bis auf Weiteres kein Training aufnehmen – auch nicht in den eigentlich erlaubten Kleingruppen von fünf Personen. Rauschenbach begründet: „Ohne eine absehbare Perspektive des Mannschaftstrainings und des Spielbetriebs ist die Aufnahme auch aus Verantwortung für die finanzielle Situation des HFC nicht sinnvoll.“

Keine Sonderrolle für die 3. Liga in Sachsen-Anhalt! Und ebenso in Thüringen. Im Bundesland von Liga-Schlusslicht Jena gilt die Eindämmungsverordnung noch bis 25. Mai. Der FC Carl Zeiss vermeldete deshalb: „Vor diesen Hintergründen bei noch elf ausstehenden Ligaspielen ist eine Beendigung der aktuell unterbrochenen Spielzeit bis zum 30. Juni nicht möglich.“Eine Haltung, die für Zündstoff sorgt! Noch am Abend teilte Robert Marien (39), Vorstands-Chef von Hansa Rostock in Richtung Sachsen-Anhalt aus. Im NDR sagte er: „Ich glaube, dass sich alles in die richtige Richtung entwickelt und wir in der 3. Liga bald Gewissheit haben, wieder spielen zu dürfen. Schwierig wird es, wenn man die regionalen Unterschiede sieht. Es gibt ein Bundesland mit Sachsen-Anhalt, in dem der Sportminister das anders sieht, wo der Klassenerhalt politisch gesichert werden soll.“

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