Wiesbadens Trainer würdigt Arbeit des Konkurrenten

Zum Topspiel des 15. Spieltages kommt es am Samstag (14 Uhr, LIVE! bei kicker.de), wenn der 1. FC Magdeburg den SV Wehen Wiesbaden empfängt. Dabei ist der Tabellenvierte Wiesbaden beim Dritten Magdeburg zu Gast. Mit einem Sieg könnten die Hessen am FCM vorbeiziehen. Wehens Trainer Rüdiger Rehm will nichts von einer Magdeburger Schwächephase wissen, schiebt die Favoritenrolle von sich und hält eine Lobeshymne auf den Tabellennachbarn.

In den letzten Wochen näherten sich beide Teams immer mehr in der Tabelle an. Zum einen, weil Magdeburg die letzten beiden Partien gegen Unterhaching (0:3) und in Karlsruhe (0:1) verlor, zum anderen, weil der SVWW bärenstark drauf ist und zuletzt mit elf Treffern in zwei Spielen glänzte: Dem 5:0 bei den Würzburger Kickers folgte ein 6:2 gegen Preußen Münster.

Magdeburg ist – die 0:5-Schlappe gegen den BVB im DFB-Pokal eingerechnet – seit drei Spielen ohne Torerfolg. Momentan spricht also vieles für Wehen, doch davon will Trainer Rüdiger Rehm gar nichts wissen: „Weil Magdeburg zweimal in der Liga verliert, ist das nicht gleich eine Krise“, wird Rehm auf der vereinseigenen Website zitiert. Der Coach lässt sich vom derzeitigen kleinen Durchhänger der Konkurrenten nicht blenden und verweist auf dessen Siegesserie vor dem aktuellen Negativlauf: „Der FCM hat vier der letzten sechs Punktspiele gewonnen und verfügt über einen super Punkteschnitt.“

Wehen Wiesbadens Fließband-Torjäger

Dass der Punkteschnitt seines Teams nicht so viel schlechter ist, wird Rehm auch wissen. Dennoch schiebt er den Druck weiter nach Sachsen-Anhalt: „Magdeburg ist der absolute Topfavorit.“ Die Rolle des Underdogs ist seinem Team keineswegs auf den Leib geschneidert, gewannen die Wiesbadener doch sechs der letzten sieben Ligaspiele. Zudem weiß Rehm den Mann der Stunde in seinen Reihen: Stürmer Manuel Schäffler erzielte zehn Tore in den letzten acht Spielen, gegen Münster traf er gar dreifach. Acht der letzten 15 Tore des SVWW gehen auf das Konto des 28-Jährigen.

Nicht nur Schäffler, auch die Kollegen zeigen sich treffsicher: 31 Tore sprechen eine deutliche Sprache, nur Spitzenreiter Paderborn hat mehr erzielt (37). Dazu steht auch die Defensive sicher, bis auf Rostock (neun Gegentore) musste keine Mannschaft den Ball seltener aus dem Netz holen (zehnmal). Es fällt also schwer, Rehm die Außenseiterrolle abzukaufen. Der 38-Jährige, der seit Februar das Zepter bei den Wiesbadenern schwingt, hält ohnehin nicht viel von Statistiken, weiß aber um eine eher mäßig aussagekräftige: „Statistisch gesehen bin ich als SVWW-Trainer gegen Magdeburg noch ungeschlagen.“

Magdeburg hätte es sicherlich verdient, den Schritt in die 2. Bundesliga zu machen.SVWW-Trainer Rüdiger Rehm

Der Gegner hätte es laut Rehm „sicherlich verdient, den Schritt in die 2. Bundesliga zu machen. Beim FCM wird sehr gute Arbeit geleistet.“ Das war es dann aber auch mit der Eloge auf den (noch) Tabellendritten. Richtig Lust auf das Spiel und darauf, Platz drei von Magdeburg zu erobern, hat Rehm nämlich auch: „Wir wollen unser Spiel durchsetzen und den Gegner vor Probleme stellen. Gelingt uns das, dann werden wir sicher etwas mitnehmen.“

psz

 

Quelle : http://www.kicker.de

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