Dass Aufsteiger 1. FC Magdeburg Rico Preißinger unbedingt verpflichten wollte, zeigt, dass der Club bereit war, eine Ablösesumme zu zahlen.

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Manuel Holscher

Manuel Holscher
Magdeburg l Rico Preißinger war die Freude in den ersten Tagen beim FCM deutlich anzumerken. „Es hat schon gekribbelt und ich habe mich darauf gefreut, dass es endlich losgeht. Ich will beim Club den nächsten Schritt machen“, sagt er. „Der erste Eindruck war sehr gut.“

Mit seiner ruhigen und besonnenen Art neben dem Rasen sollte es der gebürtige Münchberger (Oberfranken bei Hof) nicht schwer haben, sich beim Club zurechtzufinden. „Ich hatte auch sehr gute Gespräche mit Trainer Jens Härtel sowie Maik Franz und Mario Kallnik. Die Stimmung im Stadion habe ich durch meine Partien mit Aalen immer genossen. Beides zusammen hat dann den Ausschlag für den FCM gegeben“, betont er.

Keine positiven Erlebnisse

Positive Erlebnisse in den Duellen zwischen Aalen und dem FCM waren für ihn allerdings Mangelware. In der vergangenen Saison unterlag der VfR zu Hause mit 0:1 und in Magdeburg deutlich mit 1:6. Auch im Jahr zuvor reichte es nur zu einem 2:2 zu Hause, beim FCM unterlag Aalen 0:3. „Die Partien in Magdeburg waren wegen der Fans und der Stimmung trotzdem immer Highlights für mich“, sagt er, der am vergangenen Sonnabend beim 0:0 im Test gegen den Regionalliga-Aufsteiger Optik Rathenow im defensiven Mittelfeld bereits einen guten Eindruck machte.

International durfte er sich einmal beim 1:3 im Mai 2012 gegen Dänemark das Trikot der U-16-Nationalmannschaft unter Trainer Steffen Freund überstreifen. Bei der U 17 verbuchte er dagegen sogar zehn Einsätze. Unter Coach Stefan Böger spielte er 2012 unter anderem mit Timo Werner (RB Leipzig) und Julian Brandt (Bayer Leverkusen) zusammen, die zuletzt in der A-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Russland aufliefen.

In Aalen war Preißinger unumstrittener Stammspieler, bestritt in zwei Jahren 69 Drittligapartien und bestach dort vor allem durch seine enorme Flexibilität. „In Aalen habe ich zur Not auch mal auf der linken Seite ausgeholfen. Für mich ist es aber schon so, dass ich mich im zentralen Mittelfeld auf der Sechs, Acht oder Zehn am wohlsten fühle“, erklärt der Spieler mit der Rückennummer 21. „Ich will auf der einen Seite das Spiel machen, lege aber auch viel Wert auf die Defensive, fange Bälle vor der Abwehr ab und führe viele Zweikämpfe.“

Gerade auf diesen Positionen könnte er sich beim FCM zu einem Schlüsselspieler entwickeln. Dass auch die Verantwortlichen große Stücke auf den Neuzugang halten, wird dadurch deutlich, dass sie bereit waren, eine Ablösesumme in die Hand zu nehmen, damit die Ausstiegsklausel in Preißingers Vertrag greifen konnte.

Heiß auf den Saisonstart

„Ich fühle mich deshalb schon in einer gewissen Weise geehrt“, gibt er zu, der im Nachwuchsbereich und für die 2. Mannschaft des 1. FC Nürnberg spielte. „Wir wollen in der 2. Bundesliga um jeden Punkt kämpfen und so viel wie möglich erreichen. In der Vorbereitung wollen wir dafür die Grundlagen legen. Ich bin jetzt schon heiß auf den Saisonstart.“

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