Zentimeter fehlten Florian Pick vom 1. FC Magdeburg zu einer ziemlich sicheren Nominierung für das Tor des Monats März.

Von
Manuel Holscher

Magdeburg l In der 56. Minute des Gipfeltreffens beim SC Paderborn umspielte der FCM-Offensivakteur fast die gesamte gegnerische Abwehr, sein Schuss knallte aber gegen die Unterkante der Latte und von dort auf die Linie. „Ich hatte den Ball schon drin gesehen. Es ist natürlich schade, dass er gegen die Latte gegangen ist“, sagte Pick, der sein FCM-Startelfdebüt in der 3. Liga feierte. „Wenn ich an einem Gegenspieler vorbei bin, denke ich nicht mehr viel darüber nach. Vielleicht hätte ich etwas früher schießen können. Viel falsch war aber eigentlich nicht an dieser Szene.“

Pick im Okocha-Stil

Jay Jay Okocha, der 1993 im Trikot von Eintracht Frankfurt die Abwehr des Karlsruher SC inklusive Torhüter Oliver Kahn ausdribbelte, dürfte die Dribbel-Einlage mit einem Schmunzeln begleiten, wenn er sie denn zu Gesicht bekommen sollte.

Pick war aber nicht nur in dieser Szene offensiv präsent und gefährlich. Bereits in der 6. Minute hätte er den Club in Führung bringen können. „Ich denke, dass meine Leistung sehr gut war, dass aber auch die gesamte Mannschaft sehr gut war. Wenn wir so weitermachen, dann ist der nächste Dreier nicht weit“, betonte der 22-Jährige. „Ich hoffe, dass es für mich so weitergeht.“

Fast nur Kurzeinsätze

Pick kam im Sommer nach Magdeburg und ist noch bis zum Saisonende vom Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern ausgeliehen. In dieser Spielzeit konnte er bisher allerdings kaum auf sich aufmerksam machen, vor der Paderborn-Partie standen nur sieben Kurzeinsätze auf der Habenseite. „Ich hatte es mir verdient, dass ich mal spiele, um zu zeigen, was ich kann. Ich denke, dass ich dem Trainer gezeigt habe, dass ich nicht umsonst nach Magdeburg gekommen bin“, sagte Pick.

Die Chancen stehen gut, dass er auch im Heimspiel am Sonntag (14 Uhr, MDCC-Arena) gegen den VfR Aalen wieder von Beginn an auflaufen darf. Nach dem Ausfall von Michel Niemeyer (Muskelfaserriss) konnte er in die entstandene Lücke für sich nutzen.

Härtel sehr zufrieden

Auf die Frage, wie Pick denn seine Sache beim Startelfdebüt in Paderborn gemacht habe, sagte FCM-Trainer Jens Härtel zunächst, dass die Leistung gut war, ergänzte dann aber, dass sie aufgrund der Tatsache, dass der Spieler mit der Rückennummer 18 bisher noch gar nicht in der Startelf war, sogar sehr gut war.

So überzeugend Pick offensiv war, defensiv gibt es noch enorme Steigerungsmöglichkeiten. „Florian hatte ein paar überragende Szenen nach vorne. Nach hinten gab es aber wieder die eine oder andere Aktion, bei der man dann schnell graue Haare bekommt“, so Härtel.

Die Hauptaufgabe von Pick bleibt aber natürlich weiterhin das Offensivspiel. Mit seiner Leistung konnte er sich so weit in den Vordergrund spielen, dass Härtel wieder eine Alternative mehr zur Verfügung hat.

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