Nach dem Derbysieg beim Halleschen FC im Landespokal-Halbfinale gilt die Konzentration des 1. FC Magdeburg wieder der 3. Liga.

Magdeburg | Am Sonnabend (14 Uhr/live im MDR) empfĂ€ngt der Club die SG Sonnenhof Großaspach. FCM-Trainer Jens HĂ€rtel hat allerdings enorme Personalsorgen. Der Jubel des FCM war nach dem 3:1 im Landespokal-Halbfinale in Halle natĂŒrlich groß. „Das wird uns hoffentlich Schwung geben fĂŒr die Partie am Sonnabend gegen Großaspach“, sagte Trainer Jens HĂ€rtel nach der Partie. „So lĂ€sst sich besser regenerieren.“

Brandt mit sich nicht zufrieden

Auch Niklas Brandt war nach dem Sieg bei seinem Ex-Verein glĂŒcklich, auch wenn er gelb-rot-gefĂ€hrdet ausgewechselt werden musste. „Der Derbysieg gibt uns Selbstvertrauen fĂŒr die letzten Drittligaspiele. Die Stimmung war natĂŒrlich sehr gut“, sagte der Mittelfeldspieler, der aber auf seine eigene Leistung bezogen selbstkritisch anmerkt: „Im Spiel ist es fĂŒr mich bisher noch ein bisschen zĂ€h. Ich habe einen anderen Anspruch an mich selbst. Spielrhythmus bekommt man aber eben nur, wenn man auf dem Platz steht. Deshalb hoffe ich, dass ich meinen Teil zum Erfolg der Mannschaft in den letzten Partien beitragen kann.“

Dass Brandt am Sonnabend gegen Großaspach auflĂ€uft, scheint ziemlich sicher zu sein. „Unsere Personalsituation wird momentan nicht besser. Es sieht gerade nicht so aus, dass die Spieler, die zuletzt ausgefallen sind, rechtzeitig zurĂŒckkommen“, sagt HĂ€rtel.

Zahlreiche AusfÀlle

Neben den Langzeitverletzten AndrĂ© Hainault, Moritz Sprenger, Richard Weil und Lukas Cichos fehlen momentan auch Florian Kath (Syndesmoseanriss), Manuel Farrona Pulido (Wade), Gerrit MĂŒller (Magen-Darm-Grippe), Ahmed Waseem Razeek (Knie), Tobias Schwede (Rotsperre) und Marius Sowislo (Gelbsperre). „In Halle hatten wir mit 18 Spielern alle dabei, die momentan zur VerfĂŒgung stehen. Da Tobias und Marius gesperrt sind, sieht es so aus, wenn niemand mehr zurĂŒckkommt, dass wir nur 16 Mann im Kader haben“, so HĂ€rtel. Auf A-Junioren wird der Coach vermutlich nicht zurĂŒckgreifen, da diese auch ein Punktspiel bestreiten.

Eine RĂŒckkehr wird es unterdessen vermutlich zum 3-4-3-System geben. In Halle ließ HĂ€rtel das in der Hinrunde bewĂ€hrte 3-5-2 mit ĂŒberschaubarem Erfolg praktizieren und wechselte nach der Pause auf ein 4-2-3-1, das deutlich besser funktionierte. „Wir haben nach der Pause die Kröte geschluckt und nur noch mit einer Spitze gespielt“, erklĂ€rt HĂ€rtel. Da sich Piotr Cwielong aber im Pokal als zweite Spitze neben Julius DĂŒker gut prĂ€sentierte, ist am Sonnabend auch ein 4-4-2 mit zwei defensiven Mittelfeldspielern und Michel Niemeyer (links), Tarek Chahed (rechts) sowie Cwielong und Christian Beck im Sturm denkbar. „Pio- tr liegt die Rolle als zweiter StĂŒrmer offensichtlich besser, als wenn er auf dem FlĂŒgel spielt. Er braucht in der Offensive Freiheiten“, so der Coach.

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