Von Manuel Holscher ›

Bei Zweitliga-Absteiger 1. FC Magdeburg wird sich personell eine Menge bewegen.

Magdeburg l Für den 1. FC Magdeburg gilt es in diesen Tagen, die Weichen für die kommende Drittliga-Saison zu stellen. Die Ausrichtung ist klar: Es sollen zehn, vielleicht zwölf neue Spieler kommen.

Zwei bis drei gestandene Akteure sind neben einigen jungen und hungrigen Spielern eingeplant. Vor allem in der Innenverteidigung klafft nach dem Abgang von Dennis Erdmann eine Lücke. Aber auch im defensiven Mittelfeld muss der Club mit Erfahrung und Qualität nachlegen – schließlich ist Jan Kirchhoff nicht so einfach zu ersetzen.

An dem 27-jährigen Verteidiger Boné Uaferro von Drittliga-Absteiger Fortuna Köln hat der FCM allerdings entgegen einiger Medienberichte wohl kein Interesse. Konkreter beschäftigt sich der Club vielmehr mit dem Bremer Außenverteidiger Joshua Bitter (Volksstimme berichtete) – ob er verpflichtet wird, entscheidet sich zeitnah.

Zweifler

Auch Akteure der Drittliga-Absteiger VfR Aalen und Energie Cottbus haben Interesse geweckt. Zweiflern, die wenig davon halten, Spieler von Absteigern zu holen, entgegnet FCM-Sportchef Maik Franz: „Wir müssen immer die individuelle Qualität des Spielers innerhalb einer Mannschaft bewerten.“ In den kommenden Tagen sollen erste Namen von Neuzugängen vermeldet werden.

Offen ist noch, wie es mit Philip Türpitz, Nico Hammann und Tarek Chahed weitergeht – deren Verträge auslaufen. Für eine Verlängerung von Chahed spricht vor allem, dass der neue Trainer Stefan Krämer ein aggressives Gegenpressing mit schnellem Umschalten spielen lassen möchte. Chahed könnte auf der rechten Seite aufgrund seiner Schnelligkeit eine spannende Option sein.

Chaheds Vorteil ist Hammanns Nachteil: Der 31-Jährige hat zwar einige Vorzüge, ist beidfüßig und technisch stark – aufgrund der fehlenden Schnelligkeit könnte es für ihn im Krämer-System allerdings eng werden.

Bei Türpitz hingegen hofft der Verein auf ein Signal des Spielers. Der FCM würde gerne verlängern, es liegt an Türpitz, ob es einen weiteren gemeinsamen Weg auch in der 3. Liga gibt. „In den kommenden Tagen werden wir Klarheit haben, wie und ob es mit den Spielern weitergeht, deren Verträge auslaufen“, sagt Franz.

Den FCM verlassen musste Steffen Schäfer, dessen auslaufender Vertrag nicht verlängert wurde. Der Verteidiger hat einen neuen Verein gefunden – er wechselt zu VVV-Venlo in die erste niederländische Liga.

Gerüchte gibt es weiterhin um einen möglichen Abgang von Marius Bülter, dessen Vertrag noch bis Sommer 2020 läuft. Der Zweitligist VfL Bochum soll Interesse an einer Verpflichtung angemeldet haben. Allerdings hat sich der FCM klar positioniert, erst ab einer Ablösesumme von einer Million Euro besteht Verhandlungsbereitschaft. Eine Summe, vor der Bochum momentan offensichtlich noch zurückschreckt.

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