Pause für das „B-Team“ des FCM?

Der FC Magdeburg ist gegen Duisburg gefordert. Wie steht es um das „B-Team“ – Nils Butzen, Romain Brégerie und Christian Beck?

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Magdeburg l Beim 4:4 des FCM in Paderborn erlebte Nils Butzen ein Wechselbad der Gefühle. Nach seinem Fehler vor dem 1:3 ließ er den Kopf hängen, musste von seinen Mannschaftskollegen aufgebaut werden. Nach dem Abpfiff war der Kapitän obenauf und sprach davon, stolz auf die Moral des Teams zu sein.

Bereits am Mittwochabend (18.30 Uhr) geht es für den Club weiter. Gegen den Tabellenletzten MSV Duisburg soll der erste Zweitligasieg her, das 4:4 war schließlich nur ein gefühlter Dreier.

Härtel und die Rotation

Englische Wochen sind immer auch Zeiten, in denen rotiert wird. Das ist bei FCM-Trainer Jens Härtel nicht anders. „Es kann wieder die eine oder andere Änderung geben. Wir müssen sehen, wer bei 100 Prozent ist und wer vielleicht eine Pause braucht“, sagt der Coach.

Doch wie steht es um Nils Butzen? Braucht der Kapitän eine Pause? Rein sportlich läuft es für ihn in dieser Saison bisher noch nicht rund. In Kiel unterlief ihm beim Freistoß zum 1:1 ein Fehler, gegen Bielefeld konnte er nicht überzeugen. In Paderborn machte Butzen in der ersten Hälfte ein besseres Spiel, vor allem defensiv ließ er nicht viel zu. Durch seinen Fehler war aber der Gesamteindruck dahin. Das sieht auch Butzen so. „Das war klar mein Fehler, da brauchen wir nicht drüber reden“, gibt er sich selbstkritisch. Trotzdem: „Der Spielverlauf hat uns Mut gemacht, die Moral gestärkt.“

Butzen ist körperlich voll da

Körperlich hakt es zumindest nicht: Der 25-Jährige versichert, dass er sich gut fühlt, keine muskulären Probleme hat. „In der 3. Liga war die Belastung deutlich höher – mit mehr Partien und keinen Länderspielpausen. Ich fühle mich fit. Es ist aber auch Kopfsache, nach einer Niederlage regeneriert man schlechter. In Paderborn war es für uns ein gefühlter Sieg“, sagt er.

Butzen ist beim FCM der Dauerbrenner. In der vergangenen Saison bestritt er alle 38 Drittliga-Partien, in der Spielzeit 2016/17 fehlte er nur wegen einer Roten Karten zweimal. Das letzte Mal stand er in einem Ligaspiel sportlich bedingt am 22. April 2016 gegen Münster (2:1) nicht in der Startelf.

Kapitän auf die Bank?

Seine Serie will er am liebsten ausbauen, betont aber auch: „Ich weiß nicht, welche Gedanken der Trainer für das Duisburg-Spiel hat. Wenn er jemanden anders für mich spielen lassen sollte, würde ich aber keinen Ärger machen. Dafür bin ich zu sehr Mannschaftssportler.“

Dass Butzen heute auf die Bank muss, ist aber eher unwahrscheinlich. Härtel: „Warum sollte er eine Pause bekommen? Ich müsste dafür in der Mannschaft viel umbauen. Ich fand, dass er defensiv in Paderborn bis auf den Fehler eine gute Partie gemacht hat.“ Einen Freifahrtschein hat der Kapitän trotzdem nicht: „Ganz klar ist, dass Nils in der Pflicht steht, Leistung zu bringen. Wir wissen, dass es bei ihm besser geht.“

Brégerie zuletzt schwach

Besser geht es auch bei Romain Brégerie, der in Paderborn als Abwehrchef nicht überzeugen konnte. Der Neuzugang war oft zu unbeweglich und vor dem vierten Gegentreffer zu passiv. Auch Härtel hat gemerkt, dass der Franzose nach der zerstückelten Vorbereitung in Ingolstadt zu kämpfen hat. „Bei Romain sieht man jetzt, dass er in Ingolstadt keinen Rhythmus hatte.“ Da Dennis Erdmann auf seine Rückkehr brennt und es als Abwehrchef zuletzt gut gemacht hat, liegt eine Pause für Brégerie auf der Hand.

Beck auf Abruf

Offen ist die Situation weiterhin bei Christian Beck, dessen Freundin Paulin hochschwanger ist. „Bisher ist noch alles ruhig. Ich werde spielen, wenn es so bleibt. Sollte das Handy von Physiotherateut Tino Meyer klingeln, werde ich ausgewechselt und fahre direkt ins Krankenhaus“, erklärt Beck.

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