Erster gegen Zweiter – SC Paderborn gegen den 1. FC Magdeburg. Mehr geht in der 3. Liga momentan nicht.

Von
Manuel Holscher

Magdeburg l Am Dienstagabend (19 Uhr, live bei Telekom Sport) treffen die beiden besten Mannschaften der bisherigen Saison in der Benteler-Arena aufeinander. FCM-Trainer Jens Härtel erwartet deshalb ein echtes Topspiel.

Dominante Drittligamannschaften

Die Zahlen sind beeindruckend. Mit jeweils 53 Punkten nach 26 Spielen stehen der SC Paderborn und der 1. FC Magdeburg gemeinsam an der Tabellenspitze der 3. Liga. Der Dritte Karlsruhe hat bei 27 absolvierten Partien bereits fünf Zähler Rückstand.

Entsprechend hoch sind die Erwartungen vor diesem Gipfeltreffen. Die Zahlen täuschen allerdings ein bisschen über die aktuelle Form beider Teams hinweg. In der Rückrundentabelle sind beide zwar auch punktgleich, belegen mit jeweils zehn Zählern allerdings nur den 13. (Paderborn) und 14. Rang (FCM). Während Magdeburg zu Beginn des Jahres 2018 seine Formdelle hatte und zuletzt in Rostock mit 0:1 unterlag, durchlebt Paderborn ganz aktuell eine Ergebniskrise. Seit fünf Pflichtspielen ist der SCP ohne Sieg, zuletzt reichte es in Münster nur zu einem 1:1.

Härtel hat Paderborn beobachtet

Von solchen Statistiken will sich FCM-Trainer Jens Härtel, der sich das Spiel bei den Preußen im Stadion anschaute, nicht beeinflussen lassen. „Wir machen uns keine Gedanken darüber, was war, sondern denken vielmehr daran, was jetzt kommt“, betont Härtel. „Es wird für Paderborn bestimmt kein großes Problem sein, dass sie ein paar Spiele nicht gewonnen haben. In Unterzahl haben sie in Münster einen Punkt geholt und auch Moral gezeigt. Wir haben unterdessen eine gute zweite Halbzeit in Rostock gespielt. Daran gilt es anzuknüpfen.“

Wegen der ausgefallenen Zwickau-Partie stellte Härtel die Vorbereitung auf das Topspiel um. Der Sonnabend war frei, am Sonntag stand dafür eine intensive Trainingseinheit auf dem Programm. „Es war alles ein bisschen hektisch, weil wir eigentlich voll auf Zwickau fokussiert waren. Als das Spiel dann weggebrochen war, mussten wir erst mal zusehen, wie wir die Spannung hochhalten“, sagt der Trainer. „Wir haben deshalb auch die Inhalte etwas angepasst. Die Trainingseinheit am Sonntag war aber richtig gut.“

Kein normales Punktspiel

Natürlich sei die Partie kein ganz normales Punktspiel. „Dafür müssen wir niemanden extra sensibilisieren. Die Jungs lesen auch Zeitung und sind sich der Besonderheiten bewusst. Trotzdem müssen wir schauen, dass wir unsere Leistung zeigen. Es gilt, unsere Stärken auf den Platz zu bringen. Das ist immer das Entscheidende“, betont Härtel. Bei der obligatorischen Videoanalyse werden Stärken des Gegners und Dinge, die die eigene Mannschaft besser machen sollte, gemischt präsentiert. „Es gab jetzt aber sonst nichts spezielles vor Paderborn. Das machen wir immer so“, sagt der Coach.

Bis auf Gerrit Müller (Magen-Darm-Grippe) sowie den Langzeitverletzten Tarek Chahed und Michel Niemeyer sind alle Spieler einsatzbereit.

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