Die Partie des 1. FC Magdeburg bei Werder II ist für den gebürtigen Bremer Tobias Schwede eine emotionale Angelegenheit gewesen.

Von
Manuel Holscher

Manuel Holscher
Magdeburg l Der 23-Jährige hielt aber dem Druck stand und bot eine starke Leistung. In der Schlussphase zeigte er mit dem eingewechselten Michel Niemeyer, wie gut beide harmonieren.

Tor gegen den Ex-Verein

In der zweiten Minute der Nachspielzeit schlug der große Moment von Schwede. Mit dem entscheidenden 3:1 krönte er seine starke Leistung und sank nach seinem Treffer zu Boden.

Der gebürtige Bremer wurde bei Werder groß, hoffte auf eine Karriere im grün-weißen Trikot, wurde dann aber nach einem Kreuzbandriss erst in die 3. Mannschaft degradiert und dann weggeschickt.

Perfekte Bilanz gegen Werder

Mit dem FCM hat er im Weserstadion, in dem er zum ersten Mal in seiner Karriere auflief, gezeigt, was in ihm steckt. Neben dem Tor war Schwede auch an den beiden weiteren Magdeburger Treffern beteiligt. Zunächst wurde er im Strafraum gefoult, Philip Türpitz verwandelte den Elfmeter zur Führung (5.), dann gab er die Vorlage zu Nils Butzens erstem Drittligator (88.). „Es war ein super Tag für mich, mit dem Tor gegen den Ex-Verein. Ich habe mir schon immer gewünscht, gegen Werder zu treffen. Mit meiner Bilanz von vier Siegen aus vier Spielen gegen Bremen bin ich sehr zufrieden“, sagte er. „Noch wichtiger ist aber, dass wir als Mannschaft wieder einen kleinen Lauf haben und im Flow sind. Wir müssen jetzt in Rostock nachlegen. Direkt nach dem Abpfiff sind wir mit dem Kopf beim Hansa-Spiel.“

Schwede selbst ist seit zwei Partien auch richtig im Flow, schon gegen Münster überzeugte er, traf zum Ausgleich, gab eine Vorlage und war ständig präsent. In Bremen musste er sich manchmal sogar etwas zügeln – so heiß war er. „Ich habe zwischendrin etwas überpowert“, so Schwede, der in dieser Saison auch schon schwierige Zeiten mit weniger Einsatzzeit überstehen musste.

Starke linke Seite

Richtig gut harmonierte er in Bremen mit Niemeyer, der in der 76. Minute eingewechselt wurde. Nach der Systemumstellung in der Pause von 4-2-3-1 auf 3-4-3 kam Niemeyer für Türpitz und lief im Dreiersturm auf der linken Seite vor Schwede auf. Beide haben in dieser Konstellation schon häufig zusammengespielt und in der Vergangenheit offensiv immer wieder prägende Akzente setzen können.

Das war auch bei Werder II so. Vor dem Butzen-Treffer setzte Niemeyer Schwede in Szene, beim Tor des Ex-Bremers kombinierten sich beide sehenswert durch die gegnerische Abwehrreihe. „Für mich persönlich, für mein Gefühl und Wohlbefinden war es wichtig, ins Spiel reinzukommen und dann auch noch an den Toren beteiligt zu sein“, betonte Niemeyer. „Ich will unbedingt wieder von Anfang an ran. Das weiß auch der Trainer.“

Nikemeyer will Stammplatz zurück

Zuletzt gegen Münster und in Bremen wurde der Salzwedeler jeweils nur eingewechselt, zuvor hatte er in dieser Saison seinen Stammplatz sicher – auf der linken Seite ist er von der linken Verteidigerposition bis zum Sturm flexibel einsetzbar. „Wenn ich auf dem Platz bin, möchte ich Vollgas geben und der Mannschaft helfen“, sagte er. „Wichtig ist, dass wir alle an einem Strang ziehen und möglichst jedes Spiel gewinnen.“

Dass Schwede und Niemeyer gerade in Bremen so gut miteinander kombinierten, freute den 22-Jährigen besonders. „Für Tobias ist es natürlich super, dass er im Weserstadion so ein gutes Spiel abgeliefert hat“, so Niemeyer. „Es ist sein Zuhause. Es gibt nichts Schöneres, wenn die Familie sowie die Freunde zuschauen und er dann noch trifft.“

Niemeyer hofft unterdessen darauf, in Rostock länger auf dem Rasen zu stehen. „Mit den zwei Torbeteiligungen konnte ich mich empfehlen.“

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