von: MICHAEL N­OWACK

Satte 0:3-Klatsche in Köln! Und es hätte zum Schluss sogar ein richtiges Debakel werden können. Auch im vierten Anlauf unter dem neuen Trainer Michael Oenning (53) gab es keinen Sieg für den 1. FC Magdeburg.

Aber dafür eine gute erste Halbzeit, in der der FCM den Kölner Überfliegern die Grenzen aufzeigte. 50 000 Fans pfiffen ihre Millionen-Truppe schon aus. Walter Eschweiler (83), Schiedsrichter-Legende aus Köln, schüttelte in der Pause den Kopf: „Magdeburg spielt so gut. Ich verstehe nicht, warum die da unten stehen.“

Oennings Antwort darauf: „Weil wir nicht gewinnen und immer wieder dumme, einfache Gegentore fressen. Und viel zu viele von diesen einfachen Fehlern machen, die spielentscheidend sind.“

Oenning zählt seine Abwehr an!

Die Szene, die ihn am meisten nervte: Bei einer harmlosen Flanke behindern sich ausgerechnet die überragenden Alexander Brunst (sechs Glanzparaden) und Dennis Erdmann, schenken Köln so die 0:2-Führung (48.). Oenning: „Vorher ein unnötiger Ballverlust, dann das gegenseitige Behindern. Nach dieser Szene waren wir gedanklich am Ende. So was darf nicht passieren. Aber wenn der Torwart rauskommt, muss er den Ball auch haben.“

Gesprächsbedarf gab es auch bei Linksverteidiger Schäfer, der im Duell mit Còrdoba richtig Lehrgeld zahlte. Oenning: „Es geht nicht um Schuldzuweisungen, sondern einfach darum, keine Fehler in Situationen zu machen, die eigentlich leicht zu verteidigen sind.“

Er sagt aber auch: „Diese mutige Spielweise, die wir auch in Köln durchgezogen haben, ist alternativlos. Dass diese Mannschaft Substanz hat, in der Liga zu bestehen, hat jeder gesehen. Aber wir müssen endlich diese einfachen Fehler abstellen.“

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