Von Dennis Uhlemann ›

FCM-Dauerläufer Raphael Obermair will raus aus dem Formtief. Und er will nicht wie im Vorjahr mit Jena erneut absteigen.

Magdeburg l Auch unter dem neuen Trainer Christian Titz hat sich eins zunächst nicht geändert: Raphael Obermair bleibt beim 1. FC Magdeburg der Dauerläufer. Der 24-Jährige, der im vergangenen Sommer vom Drittliga-Absteiger FC Carl Zeiss Jena kam, ist der einzige FCM-Feldspieler, der in allen Partien auf dem Platz stand. „Für mich persönlich ist es sehr schön, so viel zu spielen. Mir wäre es natürlich lieber, wenn wir als Mannschaft mehr Punkte holen würden – auch wenn ich nicht in jedem Spiel 90 Minuten auf dem Feld stehe.“

Sonntag gegen den SC Verl

Die nächste Möglichkeit dazu besteht am Sonntag um 14 Uhr gegen den SV Verl. Und dabei gilt es laut Obermair vor allem zwei Probleme abzustellen. „Wir haben zuletzt zu viele Fehler in der Verteidigung gemacht, und nach vorn fehlte uns die Durchschlagskraft.“

Der Tank war manchmal leer

Obermair nimmt sich selbst aus der Kritik keinesfalls heraus. Nachdem es der 1,82 Meter große Rechtsfuß bis zum Dezember auf vier Tore und drei Vorlagen brachte – damit ist er weiterhin Topscorer der Magdeburger –, blieb er in den vergangenen anderthalb Monaten aber ohne Torbeteiligung. Und dabei zumeist auch recht blass. „Im Januar war das Problem, dass wir viele Spiele hatten. Da ist bei mir zum Ende der Partien manchmal der Tank etwas leer gewesen“, begründet er.

Außer gegen Halle, als er nach 71 Minuten ausgewechselt wurde, stand er im neuen Jahr immer 90 Minuten auf dem Platz. Dazu nahm er im 3-4-3-System des FCM als linker Mittelfeldspieler eine sehr laufintensive Rolle ein. Er kümmerte sich im Abwehrverhalten um seine Gegner auf den Außenbahnen und musste im Vorwärtsgang seine Stürmer mit Flanken füttern oder selbst den Abschluss suchen. Nach dem anstrengenden Januar gab es aber zuletzt genug Zeit zur Regeneration und Obermair ist guter Dinge: „Ich hoffe, dass ich jetzt wieder besser in Form komme, weil wir wieder im normalen Wochenrhythmus sind.“

Kaum Akzente gegen Türkgücü

Gegen Türkgücü München (1:2) konnte Obermair aber erneut kaum offensive Akzente setzen. Obwohl es ihm eigentlich entgegenkommen müsste, dass Titz nun mit einer Viererkette spielen lässt und er die linke Seite damit nicht mehr alleine beackern muss. Doch der Deutsch-Philippiner erlaubte sich zu viele Fehlpässe – nach einem solchen konnte Sirlord Conteh in letzter Not gegen Sercan Sararer das 1:3 verhindern (63.).

Mit Jena abgeschlagen Letzter

Es wird nun auch eine Aufgabe von Titz sein, Obermair aus seinem Formtief zu helfen und ihm wieder neues Selbstvertrauen einzuflößen. Denn der Außenspieler könnte nützlich sein im Abstiegskampf, kennt er diese Situation doch bestens aus dem Vorjahr mit Jena. Wobei er damals mit den Thüringern abgeschlagenes Schlusslicht war. Dieses Jahr macht ihm die enge Konstellation im unteren Tabellen-drittel durchaus Hoffnung: „Die anderen Teams im Keller haben keinen übermäßigen Vorsprung. Ich denke, dass es bis zu den letzten Saisonspielen alles sehr eng zugehen wird.“ An der Rettungsmission will sich Obermair dann auch wieder mit Toren und Vorlagen beteiligen, um nicht zum zweiten Mal in Folge einen Abstieg mitzuerleben.

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