Wann macht Christian Beck (29) endlich das Dutzend voll? Das Aushängeschild der FCM-Offensive hat in der Hinrunde zehnmal in 19 Spielen getroffen. In der Rückrunde (neun Spiele) bisher nur einmal. Das muss Ursachen haben.

Und FCM-Ikone Achim Streich (65) kennt sie. Er stellt fest: „Wie soll er auch treffen? In den letzten drei Spielen hat er vielleicht viermal den Strafraum des Gegners betreten. Das liegt aber nicht an ihm, sondern am System.“

Für den ultimativen Rekord-Torjäger der DDR ist Beck in seiner aktuellen Rolle „verschenkt“. Streich: „Wir kennen alle Christians Stärken. Der braucht das Zentrum, der braucht Bälle und fackelt dann auch nicht lange. Aber er kommt ja gar nicht zum Abschluss, weil er auf der Außenbahn unterwegs ist, um sich die Bälle selbst zu holen.“

Wie kommt sein Sturm-Enkel raus aus der Nummer? „Allein schafft er das nicht. Die Liga hat sich auf ihn eingeschossen und weiß, klemmen wir Beck ab, dann ist Ruhe. Was er braucht, ist die Unterstützung der Kollegen, verwertbare Zuspiele. Und vor allem Entlastung dadurch, dass wir aus allen Mannschaftsteilen torgefährlich werden. Aber das haben wir in der letzten Zeit irgendwie verlernt. Der Fokus liegt nur auf Christian.“

Hat er einen Ratschlag für seinen Nachfolger? „Ich habe solche Momente manchmal durch ein Frustbier mit Kollegen verarbeitet. Aber das geht heute bei der körperlichen Materialschlacht nicht mehr. Egal wie, er muss eine Art positive Leck-mich-Stimmung aufbauen. Und er sollte sich ins Gedächtnis rufen, dass hinter ihm eine ganze Region steht, Vertrauen zu ihm hat. Und das habe ich auch. Christian wird wieder treffen, garantiert.“

3 Antworten zu “Nur ein Tor seit der Winterpause – Streich verteidigt FCM-Star Beck”

  1. Fan 65 sagt:

    Achim hat da völlig Recht. Das System passt nicht für Beck. Der muss ständig mit Bällen gefüttert werden und die von Hamann geschlagenen Pässe, Freistöße und Ecken leiden sehr unter Qualität in den letzten Spielen. Im gegenerischen Strafraum muss einfach mehr Betrieb gemacht werden, auch wenn der Gegener hinten drinn steht. Auch gegen solche Mannschaften kann man Tore schießen.

  2. Elbröwer sagt:

    Danke Achim! Dein Kommentar zeigt, dass Du immer noch so denkst wie in den 70ern als wir Deine Fussballkunst bewundern durften! Er wird auch Christan helfen und hoffentlich gute Impulse bei Trainer und Teamkollegen setzen!

    • Elbröwer sagt:

      Offenbar hat es ja geholfen 🙂 !!!

      Nicht nur das Tor selbst gegen Erfurt war erste Sahne, sondern gerade auch die Vorbereitung durch Nico. Genau so hatte es Achim Streich gefordert. Kaum kommen die Pässe „wie früher“, ist der Klub vorne nicht mehr auszurechnen (auch der von Niemeyer vor dem 1:0 und der von Farona-Pulido vor Beckus‘ Kopfball waren super).

      Und toll, dass Beckus sein Traumtor dem Achim Streich gewidmet hat. Es ist schön zu erleben, wie die Blau-Weiße Familie zusammenhält.

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