Michel Niemeyer hat nach einer langen Verletzungspause am vergangenen Sonntag gegen den FSV Zwickau sein erstes Saisonspiel bestritten.

Magdeburg l Es lief die 87. Minute im Derby gegen Zwickau. An der Seitenlinie stand Michael Niemeyer – bereit, eingewechselt zu werden. Er kam für Florian Kath. Für ihn war dieser Moment besonders, obwohl die Partie fast schon vorbei war. „Es war schön, nach meiner langen Pause endlich wieder auf dem Platz zu stehen“, sagt der 21-Jährige.

Verletzungsschock für Niemeyer im Sommer

In der Sommervorbereitung spürte er zunächst einen leichten Schmerz im Knie. „Ich bin dann zum Arzt gegangen. Nach einem MRT sagte er mir, dass es sich um einen Meniskuseinriss handelt und ich mehrere Monate ausfallen werde. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet“, sagt Niemeyer. Für ihn war es aber nicht der erste Schock. Im Oktober 2015 fiel er mit einem Bänderanriss aus, ein Jahr später warf ihn eine Augenhöhlenfraktur zurück.

2015 kam der gebürtige Salzwedeler zurück zum FCM. Er spielte schon in der Jugend in Magdeburg, ging 2013 für zwei Jahre zu RB Leipzig. Dort spielte Niemeyer zunächst in der U-19-, dann in der 2. Mannschaft. In dieser Zeit lernte er auch Jens Härtel kennen, von dem er in der U 19 trainiert wurde. „Der Trainer war es auch, der mich vom Offensivspieler zum Linksverteidiger machte.“

Zurück zum FCM

Als das Angebot aus Magdeburg kam, musste er nicht lange überlegen. „Es hat eigentlich alles gepasst, ich war auch Stammspieler. Wenn da nicht die Verletzungen gewesen wären“, ärgert sich der 21-Jährige.

Mittlerweile fühlt er sich aber topfit, die Winter-Vorbereitung konnte problemlos durchgezogen werden. „Ich möchte jetzt so oft wie möglich auf dem Platz stehen“, betont Niemeyer. Sein Vertrag läuft am Saisonende aus und der FCM möchte gerne verlängern. „Ich fühle mich wohl, möchte aber erst mal spielen. In den kommenden Wochen sollte eine Entscheidung fallen.“

Der nächste Einsatz könnte bereits am Sonnabend (14 Uhr) in Paderborn anstehen. Niemeyers Vorteil ist seine Flexibilität: „Ich könnte auch im Mittelfeld links oder zentral offensiv spielen. Ich möchte Schritt für Schritt zu mehr Spielzeit kommen.“

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