Mit guten Leistungen hat Michael Niemeyer vom 1. FC Magdeburg auch das Interesse anderer Vereine geweckt.

Von
Manuel Holscher

Magdeburg l Der Dreiersturm des FCM hat in den vergangenen Wochen für Furore gesorgt. Neben Torjäger Christian Beck, der mittlerweile wieder regelmäßig trifft, hat auch Julius Düker als Vertreter des zunächst verletzten und gerade noch gesperrten Philip Türpitz durch starke Leistungen auf sich aufmerksam gemacht.

Der Dritte im Bunde ist Michel Niemeyer, der in dieser Saison konstanteste Offensivspieler beim Club. Der Salzwedeler hat in 15 Spielen bisher fünf Tore erzielte und vier Vorlagen verbucht. Zudem ist er auf der linken Seite flexibel einsetzbar – von der Außenverteidigerposition über das Mittelfeld bis hin zum Außenstürmer. Die Gegenspieler finden häufig kein Mittel gegen seine enorme Schnelligkeit. In dieser Spielzeit ist Niemeyer zudem deutlich torgefährlicher als in den vergangenen Jahren.

Diese Qualitäten bleiben natürlich auch der Konkurrenz nicht verborgen. Von Angeboten aus der Bundesliga (FC Augsburg) und der 2. Bundesliga (Fortuna Düsseldorf) ist die Rede. Niemeyer selbst schmunzelt, wenn er auf das Interesse der genannten Vereine angesprochen wird. „Ich habe mit meinem Berater darüber geredet und weiß, was Sache ist. Der Berater weiß auch, was Sache ist, und mehr möchte ich dazu nicht sagen“, betont er, schiebt dann noch hinterher: „Ich bin in Magdeburg glücklich und habe einen Vertrag. Alles andere wird man sehen.“

Nach seinen Ambitionen gefragt, stellt Niemeyer klar: „Auf jeden Fall 2. Bundesliga, am liebsten mit dem FCM.“

Und dieser Satz hat für ihn eine besondere Bedeutung. Bei allen hohen Zielen und Möglichkeiten, die sich momentan bieten, hat Niemeyer nie vergessen, wo er herkommt. Sein Abschied aus Salzwedel ins FCM-Sportinternat war für ihn damals ein großer Schritt. Über RB Leipzig kehrte er nach Magdeburg in seine Heimat zurück.

Jens Härtel

Jens Härtel, der Niemeyer bereits in Leipzig trainiert und gefördert hat, spielt in der bisherigen Karriere durch die jahrelange Zusammenarbeit eine große Rolle. Härtel machte den gelernten Offensivspieler erst zum Außenverteidiger und zog ihn dann wieder nach vorne. „Michel ist auf seiner Seite enorm flexibel und variabel“, lobt der FCM-Coach.

Neben der Verbundenheit zur Heimat spielen auch die Teamkollegen eine große Rolle. Mit Düker ist er auch neben dem Rasen häufig unterwegs, Niemeyer fühlt sich privat und sportlich offensichtlich wohl. „Wir verstehen uns im Dreiersturm sehr gut, jeder bringt seine Stärken mit ein. Ich versuche, die tiefen Laufwege zu gehen, Christian legt die Bälle häufig ab, Julius passt in die Schnittstellen. So kann es weitergehen“, sagt der Spieler mit der Rückennummer 19.

Klar ist aber auch, dass er sich für den nächsten Schritt bereit fühlt. Seit einem Jahr ist er fast verletzungsfrei und kann deshalb seine Stärken voll ausspielen.

Sollte dem FCM in dieser Saison mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga der große Wurf gelingen, spricht einiges dafür, dass Niemeyer diesen nächsten Schritt bei und mit „seinem“ Verein gehen wird. Sollte es nichts mit dem Aufstieg werden, würde er sich vermutlich bei einem Zweitliga-Klub wie Düsseldorf oder Eintracht Braunschweig beweisen wollen.

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