Von Dennis Uhlemann ›

Dass der 1. FC Magdeburg zuletzt vier Punkte holte, liegt nicht nur an Christian Titz, sondern auch an seinem neuen Anführer Jürgen Gjasula.

Magdeburg l Wenn es beim 1. FC Magdeburg einen Spieler gibt, der sinnbildlich für die Änderungen des neuen Trainers Christian Titz steht, dann ist es Jürgen Gjasula. War er bei Vorgänger Thomas Hoßmang noch ausgemustert, verpasste er in den ersten fünf Spielen unter Titz lediglich zwei Minuten. Er ist die zentrale Figur im neuen Ballbesitzspiel der Magdeburger.

„Er verfügt über viel Ruhe am Ball“, lobt ihn der Trainer. „Gerade wenn es stressig wird, kann er mit seiner jahrelangen Erfahrung den anderen Spielern auch einmal sagen, dass sie ruhig bleiben sollen. Das ist wichtig für unsere Mannschaft.“ Auch Gjasulas Kopfballstärke sei für die Mannschaft sehr hilfreich.

Gjasula: „Gutes Gefühl auf dem Platz“

Und die neue Rolle des defensiven Mittelfeldspielers ist letztlich auch ein Grund dafür, dass der FCM im Abstiegskampf der 3. Liga zuletzt wieder neue Hoffnung schöpfte und nach sechs Niederlagen am Stück aus den vergangenen beiden Partien vier Punkte holte. „Wir sind auf jeden Fall auf dem richtigen Weg“, meint Gjasula. „Die Mannschaft ist gefestigt. Bei den vergangenen drei Auftritten hatten wir ein sehr gutes Gefühl auf dem Platz.“ Denn nicht nur beim 1:1 gegen Mannheim oder beim 4:2-Sieg in Köln passte die Leistung. Auch schon bei der knappen 0:1-Niederlage in Wiesbaden zuvor. „Die Jungs hauen sich alle voll rein. Seit dem 0:4 zuhause gegen Verl zeigt die Mannschaft eine sehr gute Reaktion“, sagt der 35-Jährige und fordert: „Daran müssen wir anknüpfen. Dann werden wir in den kommenden Spielen auch belohnt und weitere Punkte holen.“

Die nächste Möglichkeit dazu haben die Blau-Weißen am Sonnabend um 14 Uhr, wenn sie auswärts bei der Zweitvertretung vom FC Bayern München gefordert sind. Laut Gjasula sollte der FCM dann mehr Durchschlagskraft entwickeln. Denn daran mangelte es beim 1:1 gegen Mannheim am Wochenende. Statt der frühen Führung durch Kai Brünker, der eine Chance in aussichtsreicher Position aber liegen ließ (6.), gerieten die Magdeburger wieder einmal in Rückstand (21.). „Nach diesem Nackenschlag haben wir eine Weile gebraucht“, gibt der Deutsch-Albaner zu.

Trainer gibt Team viel mit

Der erfahrene Gjasula weiß genau: „Natürlich müssen wir noch Dinge verbessern, doch daran arbeiten wir jeden Tag. Der Trainer gibt uns sehr viel mit.“ Wahrscheinlich auch in der Halbzeitpause gegen Mannheim, denn nach dem Seitenwechsel kam der FCM stark zurück. Nur der Siegtreffer fehlte am Ende. „Wir müssen jetzt weiter dranbleiben, um noch ein paar Prozentpunkte mehr herauszuholen“, sagt Gjasula, der sein Team in München als neuer Anführer im Mittelfeld zum siebten Saisonsieg führen will.

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