Artikel von: Michael Nowack

Vom attraktiven aber erfolglosen Power-Fußball zum unspektakulären aber erfolgreichen Arbeits-Fußball. Zweitligist 1. FC Magdeburg hat in der Winterpause eine unglaubliche Wende vollzogen.


Genau wie Christian Beck (30)! Er entscheidet die Spiele nicht mehr durch Tore, sondern als Vorbereiter. Bei den 1:0-Siegen gegen Aue und in Ingolstadt legte er genial für die Torschützen Lohkemper und Türpitz auf. Und muss sich mit seiner neuen Rolle trotzdem erst anfreunden.

Beck: „Klar, will man als Stürmer auch treffen. Aber in den letzten zwei Spielen die Tore vorbereitet zu haben, das hat der Mannschaft auch geholfen. Und nur das zählt.“


Doch der dienstälteste FCM-Kicker wäre nicht er, wenn in ihm nicht weiter das Torjäger-Blut kochen würde. Die Vorbereiter-Rolle ist für den Rekordschützen (115 Pflichtspieltreffer) des Klubs nur eine Momentaufnahme. „Irgendwann werde ich mich auch wieder selbst belohnen“, sagt er selbstbewusst.

Zwei geniale Beck-Momente brachten innerhalb von 96 Stunden sechs wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Der Kapitän über seinen neuen FCM: „Vor der Winterpause haben wir immer die Lorbeeren für gute Spiele bekommen, standen aber mit leeren Händen da. Es ist viel geiler, nicht so gut zu spielen, aber zu gewinnen.“

Selbstbewusst blickt er aufs nächste Spiel: „Wir haben einen Lauf. Und der soll auch gegen Kiel weitergehen.”

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