Mit zwei Prüfungstagen endete für 1. FC Magdeburgs Co-Trainer Ronny Thielemann die Ausbildung zum Fußballlehrer an der Sportschule Hennef.

Von
Manuel Holscher

Magdeburg l Für den Co-Trainer des Drittligisten 1. FC Magdeburg eröffneten sich durch den regen Austausch mit seinen Kollegen neue Einblicke in den Fußball.

Große Erleichterung bei Thielemann

Die Erleichterung war bei Thielemann groß, als er am Mittwoch über die hinter ihm liegenden Prüfungen sprach, die er im Rahmen der Fußballlehrer-Lizenz absolvieren musste. „Es ist eine Last, die von einem abfällt“, betont der Co-Trainer der Magdeburger Drittligamannschaft. „Die Zeit dort ist sehr intensiv und die Strecke von jeweils 460 Kilometern auch enorm.“

Thielemann war trotz der Ausbildung bei jedem FCM-Spiel dabei. Am Sonntagabend führte ihn sein Weg jeweils nach Hennef, am späten Mittwochabend ging es zurück nach Magdeburg. Die Unterrichtsstunden liefen jeweils von 8 Uhr früh bis 18.45 Uhr. „Ich habe versucht, alles möglich zu machen, und mit viel Organisationstalent hat es auch geklappt“, sagt er. „Ich wollte die Lizenz unbedingt machen, weil man heutzutage ohne sie nicht die besten Chancen auf dem Fußball-Arbeitsmarkt hat.“

Verschiedene Module bei der Ausbildung

Die Prüfungen im Verlauf der Ausbildung zum Fußballlehrer umfassten die einzelnen Module, die in den vergangenen zehn Monaten gelehrt wurden. Dabei ging es um die Themengebiete Fußball-Lehre, Psychologie, Physiologie, Ernährungslehre und Regelkunde. „Das waren auch die fünf Schwerpunkte für die schriftlichen Prüfungen“, sagt Thielemann. „Dazu kamen jetzt noch eine mündliche Prüfung und eine Lehrprobe als praktische Prüfung, bei denen es um diese Schwerpunkte ging.“

Neben den Unterrichtsstunden von Montag bis Mittwoch galt es in der restlichen Zeit, einzelne Dinge nachzuarbeiten. Ein großer Punkt war auch der Schwerpunkt, der sich „Übernahme eines Teams“ nennt. „Fiktiv wird dabei eine Mannschaft übernommen. Die genannten Module müssen dann auf diese Mannschaft angewendet werden, um sie voranzubringen“, erklärt Thielemann.

Gearbeitet wurde in Gruppen mit seinen Kollegen, die über ganz Deutschland verstreut sind. Unter ihnen sind unter anderem Meppen-Trainer Christian Neidhart, der ehemalige Hamburg- und Hoffenheim-Profi Francisco Copado sowie der Ex-Nürnberger Rainer Zietsch. Insgesamt absolvierten 25 Trainer die Ausbildung. „Es war sehr spannend, sich mit Kollegen auszutauschen, die aus den verschiedensten Fußballbereichen kommen“, sagt Thielemann, der am kommenden Montag im Rahmen einer Gala seine Urkunde erhält.

Härtel als wichtiger Tippgeber

Ein wichtiger Tippgeber während der Ausbildung war für den 44-Jährigen immer wieder FCM-Trainer Jens Härtel: „Jens hat mich ermutigt, die Ausbildung zu machen, wenn ich die Chance dazu habe – für die persönliche Zukunft und den aktuellen Wissensstand. Er hat mich von Anfang an unterstützt. Das war mir auch sehr wichtig, sonst wäre es nicht möglich gewesen.“ Mit Silvio Bankert wurde im Sommer zudem ein weiterer Co-Trainer zum Team geholt. „Das war genau der richtige Schritt. Silvio passt menschlich und charakterlich ins Team. Er hat meine Aufgaben in der Zeit, in der ich nicht da war, sehr gut übernommen“, sagt Thielemann.

Wenn ein Trainer seine Fußballlehrer-Lizenz macht, drängt sich natürlich immer auch die Frage auf, wann derjenige als Cheftrainer arbeiten möchte. Thielemann, dessen Vertrag beim FCM bis Mitte 2019 läuft, lässt diesbezüglich alles auf sich zukommen. „Perspektivisch möchte ich schon meine eigene Mannschaft trainieren. Das Rüstzeug dazu habe ich. So etwas lässt sich aber nicht planen“, erklärt er. „Die Aufgabe, die ich jetzt habe, ist außerdem sehr reizvoll. Auch die Konstellation im Trainerteam passt sehr gut. Darauf konzentriere ich mich.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere