Autor: Thomas Juschus

Sonntag Liga-Alltag gegen Jena / Hoffnung auf Landespokal

Magdeburg Statt Vorfreude auf ein weiteres DFB-Pokal-Highlight gegen den 1. FC Kaiserslautern (nĂ€chster Gegner im MĂ€rz 2015 von Bayer Leverkusen im Achtelfinale) gilt beim unterlegenen 1. FC Magdeburg ab sofort die volle Konzentration Union Sandersdorf (Landespokal-Viertelfinale/14.11.) sowie der Regionalliga Nordost. Mit dem dritten Landespokalsieg in Serie könnte sich der FCM erneut fĂŒr die große Fußball-BĂŒhne qualifizieren. Noch wichtiger sind indes die Punktspiele: Trotz der Niederlagen-Serie hat der FCM spĂ€testens nach dem 6:0 bei Budissa Bautzen und dem bundesweit beachteten Pokalauftritt gegen die Werkself (6:7 n.E.) wieder Lunte gerochen.

„Wir mĂŒssen den Schwung jetzt mitnehmen“, fordert des halb Trainer Jens HĂ€rtel vor dem Spiel gegen Jena. „Wenn wir mit der Art und Weise spielen, wird es schwer, uns in der Regionalliga zu schlagen. Das gilt es, Woche fĂŒr Woche herauszukitzeln“, sagte HĂ€rtel, wohl wissend, dass nach dem fast dreistĂŒndigen Pokal-Krimi ohne Happy-End Körper und Geist bei Niklas Brandt, Lars Fuchs & Co. zunĂ€chst wieder aufgeladen werden mĂŒssen.

Beim Aufladen der Batterien helfen die vielen Komplimente (Bayer-Sportdirektor Rudi Völler: „Ich habe selten eine Mannschaft erlebt, die so aufopferungsvoll gekĂ€mpft hat.“) nicht wirklich weiter. „Am Ende des Tages zĂ€hlen Ergebnisse“, sagte HĂ€rtel. Ein Erfolg im Heimspiel gegen den Tabellendritten aus Jena könnte die kurzzeitige Trauer endgĂŒltig in eine Euphoriewelle umwandeln und die Meisterschaftsambitionen neu befeuern.

„Magdeburg kann mit einem Sieg nochmals auf einen Angriff auf die Tabellenspitze hoffen. Gewinnen wir, dĂŒrfte es fĂŒr den FCM wohl schwer werden, noch ein ernsthaftes Wort mitreden zu können“, sagte Jenas Trainer Karsten Hutwelker vor dem „schönsten Spiel des Jahres“. Hutwelker erwartet eine Partie auf Augenhöhe. „Die Magdeburger haben eine der besten Mannschaften in der Liga.“ Jenas Trainer muss mit Christoph Klippel (Muskelfaserriss), Tom Geißler (Zehgelenkbruch), Tino Berbig (Meniskus), Alexander Hettich (Meniskus), Andreas Löser (Meniskuseinriss) und Dominik Bock (MĂŒskelbĂŒndelriss) mehrere AusfĂ€lle verkraften.

FCM-Trainer Jens HĂ€rtel, der bereits knapp zwölf Stunden nach dem Pokal-K.o. seine Spieler zu einer lockeren Regenerationseinheit wieder auf den Trainingsplatz bat, wird seine Mannschaft möglicher weise umbauen und einige frische KrĂ€fte bringen. Bis auf Christopher Reinhard stehen alle Spieler zur VerfĂŒgung. Christoph Siefkes (Oberschenkel) und Nils Butzen (Wade) haben nach dem DFB-Pokalspiel muskulĂ€re Probleme. Von einer richtungsweisenden Partie gegen Jena wollte HĂ€rtel nicht sprechen: „Wir dĂŒrfen das Spiel nicht zu hoch hĂ€ngen. Es gibt auch nur drei Punkte.“ Die wĂŒrden aber zu neuen TrĂ€umen verleiten.

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