Von Michael Nowack

 

Der katastrophale Auftritt beim 0:1 gegen den Hamburger SV wirkt immer noch nach: FCM-Legende Achim Streich (67) ist besorgt wegen der Talfahrt seines 1. FC Magdeburg in der 2. Liga. BILD sprach mit dem früheren Weltklassestürmer.

BILD: Wie dramatisch ist die Lage?

Streich: „Es ist keine Zeit mehr, um um den heißen Brei herumzureden. Ein Drittel der Saison ist gespielt, und wir steuern auf den Abstieg zu, wenn sich nichts ändert.“

BILD: Was muss sich ändern?

Streich: „Die Grundausrichtung. Wir müssen die Spieler in die Region auf dem Feld bekommen, wo sie dem Gegner wehtun können. Mit dem Fußball, den wir im Moment anbieten, erschreckst du höchstens ein paar Kleintiere im Magdeburger Zoo. Nur mit langen Bällen setzt du keinen Gegner in der 2. Liga unter Druck. Das System, was Trainer Jens Härtel in der 3. Liga noch erfolgreich durchgezogen hat, funktioniert oben nicht mehr.“

BILD: Und wie kriegt man Spieler in die Zone, wo sie dem Gegner wehtun?

Streich: „Indem ich sie so von der Leine lasse, dass sie auch ihre Stärken ausspielen können. Stürmer wie Beck, Costly und Bülter sind genau meine Kragenweite. Aber wenn ich sie einsetze, dann muss ich dahinter auch so aufstellen, damit sie zur Geltung kommen. Mein Eindruck ist, dass unser Mittelfeld ein Verbot hat, über die Mittellinie zu gehen. Und ich habe auch den Eindruck, dass die ganze Mannschaft in ein Korsett gezwängt wird, das nur auf Torverhinderung aus ist. Unsere Stürmer verpulvern Kraft mit Zweikämpfen an der Mittellinie. Und bevor sie in den Strafraum kommen, ist der Puls schon auf 220. So kannst du keine Tore schießen. Und so hältst du die Liga nicht.“

Eine Antwort zu “Meine Sorgen um den FCM”

  1. Klaus kohse sagt:

    So sehe ich das auch….
    Aber ich vertraue Jens Härtel. Aber Jens muss was ändern und Achim seine Gedanken aufnehmen. Nur der FCM

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