FCM-Trainer Jens Härtel hat momentan fast alle Mann an Bord. Dadurch ergeben sich aber auch Probleme.

Magdeburg l 21 Feldspieler und drei Torhüter sind am Mittwoch beim Training des FCM gewesen. Außer André Hainault (Saisonaus nach OP) und Niklas Brandt (Meniskusreizung) waren somit alle Spieler auf dem Platz. „Die Konkurrenzsituation ist ja gut. Der Druck ist hoch, niemand kann ausscheren. Es ist beruhigend, wenn ich es so oder so machen kann, ohne großen Substanzverlust zu haben“, sagt FCM-Trainer Jens Härtel. „Das hat man gegen Zwickau gesehen. Tarek Chahed hat es gut gemacht, als er reingekommen ist.“ Chahed könnte Manuel Farrona Pulido verdrängen (siehe Extrastory), der sich gegen Zwickau nicht zwingend empfehlen konnte.

Zingerle steht unter Druck

In einer schweren Situation befindet sich Leopold Zingerle. Die Nummer eins im Tor hatte gegen Zwickau großen Anteil am 0:1. Zudem wurden die Zuschauer in der MDCC-Arena schnell unruhig, wenn Zingerle den Ball nicht sofort weitergespielt hatte. „Ein paar Sachen waren von den Zuschauern völlig ungerechtfertigt. Leopold hat versucht, dass er früh abwerfen kann. Die Optionen haben aber gefehlt. Es gab Phasen, in denen die Jungs keinen Ball haben wollten. Da war es von ihm dann völlig richtig, nicht in Hektik zu verfallen. Ich fand schon, dass die Zuschauer auf ihn Druck ausgeübt haben“, verteidigt Härtel seinen Keeper. Der Coach stellt aber auch klar: „Damit muss Leopold trotzdem umgehen und jetzt zeigen, dass er dem Druck gewachsen ist. Ansonsten haben wir auch immer noch die Option, die Situation im Tor wieder zu verändern. Im Moment ist der Zeitpunkt aber noch nicht gekommen.“

Härtel hat aber nicht nur im Tor Alternativen – gerade mit Blick auf die erste Halbzeit gegen Zwickau könnte der eine oder andere Spieler in Paderborn auf der Bank landen. Neben Farrona Pulido muss auch Jan Löhmannsröben um seinen Platz im defensiven Mittelfeld kämpfen.

Niemeyers weiter Weg in die FCM-Stammelf

Für ein paar Spieler, die bisher nicht wie gewünscht zum Zug kamen, wird es dagegen mittelfristig weiterhin schwer. Michel Niemeyer durfte nach seiner monatelangen Verletzungspause gegen Zwickau endlich mal wieder ein paar Minuten spielen. Der Weg zurück in die Stammelf ist aber ein langer. „Rhythmus bekommt Michel nur durch Spiele, die ich aber nicht einfach verschenken kann. Deshalb haben wir in der Vorbereitung viele Partien absolviert, damit sich die Jungs präsentieren können“, sagt Härtel. „Michel hat seinen Rhythmus finden müssen und ist weiterhin auf der Suche. Das ist gerade für alle nicht ganz so einfach.“

Hinten anstellen müssen sich die Neuzugänge Piotr Cwielong (Spielgenehmigung fehlt noch) und Charles Elie Laprevotte sowie Gerrit Müller, Moritz Sprenger, Lukas Novy, Steffen Puttkammer und Ahmed Razeek.

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