Mehr Verantwortung für Bankert beim FCM

Co-Trainer Silvio Bankert berichtet, wie er die ersten Tage mit dem neuen FC Magdeburg-Cheftrainer erlebt hat.

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Magdeburg/Braunschweig l Bevor Michael Oenning als neuer Cheftrainer beim 1. FC Magdeburg vorgestellt wurde, stand sein Assistent bereits fest: Silvio Bankert. Der ehemalige FCM-Profi gehört seit 2017 zum Trainerstab um Jens Härtel und Ronny Thielemann. Nach deren Freistellung – „mit dieser emotionalen Entscheidung musste ich erst einmal klarkommen“ – hat er den Blick schnell nach vorn gerichtet. Zwangsläufig.

„Dafür bin ich auch schon lange genug dabei, um zu wissen, dass es sofort weitergeht“, meint Bankert. Mit Härtel habe es noch eine Auswertung gegeben. „Wir sind beide Profis. Er hat sich bei mir bedankt, ich mich bei ihm. Vor allem, weil er und Ronny mich sofort eingebunden haben und immer ein offener Austausch da war.“

FCM-Trainer soll sich Bild machen

Doch Zeit zum Innehalten, zum Zurückblicken hatte er nicht. „Die Nacht nach der Entscheidung habe ich sehr, sehr schlecht geschlafen“, erzählt Bankert, „weil es da im Kopf einfach rattert. Aber am nächsten Tag geht der Kopf wieder nach oben. Wir haben hier eine riesige Aufgabe als Verein, denn wir wollen in der 2. Bundesliga bleiben. Und dem ist alles unterzuordnen.“

Momentan bedeutet das für ihn, Cheftrainer Michael Oenning so gut und so schnell wie möglich einzuarbeiten. Ihm Informationen zur Verfügung zu stellen, über die jeweilige Situation der Spieler zu sprechen. „Aber ihm eben auch die Freiheit zu lassen, sich selbst ein Bild zu machen“, betont Bankert. Er ist für Oenning Ansprechpartner Nummer eins. „Das ist ja auch logisch. Wir sitzen in einem Büro zusammen, bereiten das Training gemeinsam vor. Da ist der erste Weg eben der Austausch.“

Aufgaben werden neu verteilt

Und Oenning pflegt die permanente Kommunikation. „Er ist sehr kommunikativ, für alles offen. Das merken ja auch alle“, sagt Bankert und lacht. Einzelgespräche mit den Spielern waren auch deshalb bislang noch gar nicht so richtig notwendig. „Michael greift sich die Spieler gleich auf dem Platz oder auf dem Weg dorthin. Da braucht er sich nicht extra für Zeit zu nehmen“, berichtet Bankert. Und fügt an: „Er war ja auch häufig im Stress. Pressekonferenz, erste Trainingseinheit – das ging ja alles zack zack. Dann war schon wieder ein Spiel vorzubereiten. Wann soll denn das alles dazwischen passieren? Und wenn man sich Spieler ins Büro holt, was sicher noch passiert, dann muss man ja auch wissen: Was will ich ihnen überhaupt mitgeben?“, sagt Bankert.

Dass aus dem Trio – Härtel, Thielemann, Bankert – nun ein Duo geworden ist, macht sich auch bei der Arbeitsaufteilung bemerkbar. „Wir sind jetzt eben ein Mann weniger. So wie wir uns die Aufgaben eingeteilt hatten, konnten wir auch etwas in die Tiefe gehen. Jetzt müssen wir sehen, wie wir das im Team bewerkstelligen werden“, berichtet Bankert.

Er wertete bislang unter anderem die Belastungsdaten nach Trainingseinheiten aus, betreute die Spieler-Datenbank und war in die Gegneranalyse sowie Trainingsplanung involviert. Wie sich das Gespann jetzt die Arbeit auf- und einteilen wird, wird sich erst noch zeigen. „Grundsätzlich war es vorher so, dass wir alles gemeinsam getragen haben. Und ich denke, dass das auch Michaels Wunsch ist, dass wir das zukünftig weiter so machen“, merkt Bankert an.

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