Trotz der guten Leistung des 1. FC Magdeburg beim 3:1 gegen Münster bremst Maik Franz, Assistent der Geschäftsführung, die Euphorie.

Von
Manuel Holscher

Magdeburg l Die Erleichterung nach dem 3:1-Sieg des FCM gegen Münster war der Mannschaft und den Verantwortlichen deutlich anzumerken. Auch Franz ging es so. „Es war ganz wichtig, dass wir endlich den ersten Sieg im Jahr 2018 gefeiert haben. Wir haben wieder das Gesicht aus der Hinrunde gezeigt“, sagt er rückblickend.

Situation intensiv analysiert

Der Ex-Bundesliga-Profi betont aber auch, dass die anderen drei Partien zuvor nicht außer Acht gelassen werden dürfen. „Wir haben vier völlig unterschiedliche Spiele gesehen. In Erfurt hätten wir eigentlich gewinnen müssen. Gegen Meppen war es eine 50:50-Partie, in Würzburg hat dagegen alles gefehlt und wir haben zurecht verloren“, betont der 36-Jährige. „Wir haben die Situation intensiv analysiert und viele Gespräche geführt.“

Die vergangenen vier Wochen seien sinnbildlich dafür gewesen, was in der restlichen Saison noch auf die Mannschaft zukomme. „Wir müssen immer an die Grenze gehen, 100 Prozent geben, sonst wird es schwer. Es wird noch ein harter, steiniger Weg“, versichert Franz. „Die Münster-Partie war wichtig für das Selbstbewusstsein. Sie hat auch gezeigt, dass wir jeden schlagen können, wenn das Team das umsetzt, was der Trainer mitgibt.“

Magdeburger DNA ist Grundlage

Die Magdeburger DNA, bestehend aus Entschlossenheit und Siegeswillen, sei immer die Grundlage. „Darüber kommt dann auch die spielerische Qualität. Es läuft aber nicht andersrum. In Würzburg wollten wir spielen und haben dabei den kämpferischen Einsatz vernachlässigt“, ärgert er sich.

Wie schon FCM-Trainer Jens Härtel hatte auch Franz noch mal ein Extralob für die Fans parat. „Sie haben genau gemerkt, dass wir nur als Einheit erfolgreich sein können. Kompliment, dass sie nach dem Rückstand nicht unruhig geworden sind“, sagt er.

Schwede als Vorbild

Ein gutes Beispiel für den letzten Schritt, den die Mannschaft gegen Münster gemacht und zuvor manchmal hat vermissen lassen, ist Tobias Schwede. Beim Ausgleich, der durch eine verunglückte Kopfballrückgabe entstand, ging der Offensivspieler dem Ball hinterher, setzte nach und war schließlich erfolgreich. „Er hat das Tor erzwungen, ist die letzten Meter gegangen“, lobt Franz. „Der wahre Charakter der Spieler und einer Mannschaft zeigt sich erst, wenn es mal nicht so läuft.“

Diese gegen Münster gezeigte Einstellung müsse jetzt aber auch am kommenden Sonnabend (14 Uhr) bei Werder Bremen II gezeigt werden. „Es ist viel zu früh, dass wir uns jetzt auf die Schulter klopfen. Bisher haben wir noch nichts erreicht“, stellt er klar. „Wir sollten uns bewusst sein, dass wir am Saisonende etwas Historisches schaffen können. Dafür müssen wir aber an die gezeigte Leistung anknüpfen und dürfen jetzt nicht nachlassen.“

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